Stadt und Land werden in der britischen und amerikanischen Zone in der 94. Zuteilungsperiode wieder gleiche Rationen erhalten, nämlich 1550 Kalorien täglich für den Normalverbraucher. In der neuen Zuteilungsperiode beträgt die Brotration für alle Normalverbraucher 10 000 Gramm. Die Nährmittelzuteilung wird, um 500 Gramm auf 1750 Gramm erhöht. Fisch gibt es 750 Gramm statt bisher 600 Gramm. Es werden weiter 500 Gramm Fleisch statt bisher 450 Gramm ausgegeben. Die Zuckerration wird um 250 Gramm erhöht. Von Juli an gerechnet haben sich durch diese neue Erhöhung die Rationen der Normalverbraucher von 1137 auf 15 50 Kalorien täglich verbessert. Die Rationen der Kinder (6–10 Jahre) erhöhen sich von 1452 auf 1760, die der Jugendlichen von 1571 auf 1978 und die der Schwerarbeiter von 1864 auf 2504 Kalorien.

Für den Normalverbraucher in der französischen Besatzungszone sieht der Ernährungsplan 1946/1947 einen täglichen Ernährungssatz von 1536 Kalorien vor.

Die neueste Schätzung der Ernteergebnisse für die britische Zone zeigt gegenüber der ersten Schätzung eine Verminderung des Brot- und Futtergetreides; auch die Raps- und Rübsen-Ernte wird niedriger sein. Die Frühjahrskartoffelernte erbrachte mit 643 000 t einen Mehrertrag von 17 000 t.

Zur Erleichterung der Reisen von der britischen zur amerikanischen Zone wurden für die Fahrt durch die französische Zone besondere Durchreisepasse geschaffen, die bei den Paßstellen der Bürgermeister oder Landräte ausgegeben werden.

Der Rhein-Main-Flughafen in Frankfurt am Main wird zu einem Zentralflughafen für den gesamten überseeischen Luftverkehr ausgebaut. Die Fluggesellschaften aller europäischen Länder werden in Frankfurt Anschlußlinien einrichten. Damit dürfte Frankfurt zum größten europäischen Flugfeld werden.

An der Leistungsschau des Kunsthandwerks in der britischen Zone, die bis zum 20. Oktober in der Stadthalle Hannover stattfindet, beteiligt sich u. a. auch das Hamburger Kunsthandwerk mit wertvollen kunsthandwerklichen Erzeugnissen.

In einer Sitzung der Hamburger Bürgerschaft teilte der Kämmerer, Senator Dr. Dudek, mit, daß der Haushaltsplan der Hansestadt Hamburg für 1946 mit einem Fehlbetrag von 96,8 Mill. Mark abschließt.