Von Ilse Urbach

In der Gondel, die sacht zum Gipfel des Wankbergesschwebt, haben zum Glück nur abgezählte Passagiere Platz. Das Gewimmel an der Talstationbleibt zurück, der Schwebebahnbegleiter kann in Ruhe seine englischen Vokabeln aus dem Oktavheftchen repetieren. Die mitfahrenden östlichen Ausländer weisen temperamentvoll auf die immer tiefer sinkende Landschaft der Bergstadt, und plötzlich jodelt der amerikanische Soldat aus dem offenen Fenster des Glaskästchens. So echt klingt das, daß es uns nicht wundert, als er später wie "a rechtes Urviech" daherredet und droben in der Hütte den Maßkrug an die .Lippen führt.

Das Völkergemisch, das sich im "Recreational Center" der amerikanischen Armee zu Garmisch-Partenkirchen tummelt, gleicht sich dem dominierenden bajuvarischen Ton an. Man ist laut und lustig, und die Plakate an den Litfaß-Säulen, die die Verhaltensregeln für Angehörige der US-Armee aufzeigen, haben in ihren erläuternden witzigen Zeichnungen bayrische Konturen: Unter den von Jazznoten akkompagnierten Versen:

No can do, no am do an arm around a Fräulein is verboten for you.

No can do, no can do

being out of uniform

am be rough for you.