Die beiden großen Parteien, die CDU und die SPD haben bei den Wahlen in der britischen Zone für die Kreistage und die kreisfreien Städte den Hauptanteil der abgegebenen Stimmen erhalten. Sämtliche übrigen Parteien blieben weit hinter ihnen zurück. In Flensburg und Schleswig haben die im Südschleswiger Verein zusammengeschlossenen Dänen einen vollen Wahlsieg errungen.

Bei den Wahlen in der französischen Zone erhielten bei einer durchschnittlichen Wahlbeteiligung von 72,6 v. H. die CDU 915 066, die SPD 317 845, die Demokratische Partei 129 845 und die KPD 95 717 Stimmen.

*

Die französische Verfassung wurde durch den Volksentscheid am Sonntag mit 9,2 gegen 7,7 Millionen Stimmen angenommen. 7,8 Millionen Wähler haben sich der Stimme enthalten, das entspricht einer Wahlbeteiligung von 68 v. H.

Die Vollversammlung der Pariser Konferenz hat die Entwürfe für die Friedensverträge für Italien, Rumänien, Bulgarien und Ungarn angenommen. Mit Zweidrittelmehrheit billigte die Konferenz im Vertrag für Rumänien die freie Schiffahrt auf der Donau und die Einberufung einer Konferenz der vier Außenminister und der Anrainerstaaten über die sich daraus ergebenden Fragen. Im Vertragsentwurf für Bulgarien blieb als einziges Problem die griechisch-bulgarische Grenzfrage offen, die nunmehr von den Außenministern allein zu klären ist.

*

Auf dem konservativen Parteikongreß in Blackpool erklärte Churchill unter großem Beifall, er habe sich entschlossen, in Anbetracht der ernsten läge die Führung der Partei weiter beizubehalten. Er übte strenge Kritik an den Sozialisierungsmaßnahmen der Regierung im Innern und an der Außenpolitik der – Labour-Party, die zu einer Aufgabe Indiens und Ägyptens führe.