Mit Wirkung vom 10. November sollen nahezu alle bisherigen Einschränkungen im Post-, Telegraphen- und Telephonverkehr zwischen der britischen und amerikanischen Zone aufgehoben werden. U. a. sind Pakete bis 7 kg zugelassen. Die bisherigen Telephonkennzahlen der britischen Zone gelten, vorläufig auch für Gespräche mit der US-Zone.

In der amerikanischen Zone sind seit dem 1. November wieder Blitztelegramme, dringende Privattelegramme, Telegramme im Geldverkehr und Telegramme mit bezahlter, Antwort zugelassen.

Postpakete mit persönlichem Nachlaß von deutschen Kriegsgefangenen sind jetzt zum Versand in allen vier Zonen zugelassen.

Ein Mehlschiff mit 8000 t ist von den USA nach Deutschland unterwegs. Drei weitere Schiffe werden zur Zeit beladen. In der zweiten Novemberhälfte werden weiterhin 36 000 t Mehl und 7000 t Hafer an der amerikanischen Küste verladen. Das ist etwas weniger als der Bedarf der britischen Zone für fünf Tage.

In den Städten Nordrhein-Westfalens werden im Zusammenhang mit der unzureichenden. Brotversorgung in der ersten Woche der neuen Periode auf Brotabschnitte Zucker und Trockenkartoffeln abgegeben.

Die diesjährige Zuckerrübenernte läßt im Rheinland rund 750 000 Doppelzentner Weißzucker erwarten gegen nur 185 000 Doppelzentner im Jahr 1946.

Bis Ende Oktober Wurden in Deutschland 400 000 Care-Pakete verteilt. Jedes dieser Pakete hat einen Nährwert von 40 000 Kalorien bei einem Gewicht von 25 kg.