Bei den Wahlen zum amerikanischen Kongreß hat die republikanische Partei seit 12 Jahren zum ersten Male wieder die Mehrheit errungen. Der republikanische Senator Vandenberg übernimmt an Stelle des Demokraten Connally die Führung des Auswärtigen Ausschusses des Senats, ebenso wie die Führung der übrigen Ausschüsse an die Republikaner übergeht. An der Stellung Präsident Trumans, der der demokratischen Partei, angehört, ändert sich nichts. Er lehnte Rücktrittsvorschläge ab, da ein Rücktritt mit der amerikanischen Verfassung unvereinbar sei. Senator Vandenberg, der USA-Delegierte bei den UN, erklärte, daß die USA ihre bisherige Politik beibehalten und mit den UN für „ein System der gegenseitigen Verteidigung und für einen wohlorganisierten Frieden“ eintreten würden.

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Die Ergebnisse der Wahlen zu der französischen Nationalversammlung zeigen – einen starken Stimmenzuwachs für die Kommunisten und die extreme Rechte, während die Parteien der Mitte Verluste aufzuweisen hatten.

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Die Vollversammlung der UN hat Schweden, Island und Afghanistan einstimmig in die Organisation der Vereinten Nationen aufgenommen. Die Abgeordneten der neuaufgenommenen Länder wurden von den Vertretern Norwegens, Dänemarks, Polens, Persiens, Indiens und Argentiniens in Ansprachen begrüßt.

Im Sozialausschuß wies der britische Vertreter sowjetische Vorwürfe gegen die britische Leitung europäischer Flüchtlingslager zurück. Nachdem die Spanienfrage von der Tagesordnung des Welt-Sicherheitsrates abgesetzt wurde, steht es der Vollversammlung frei, den Abbruch der Beziehungen zu Spanien oder andere Maßnahmen anläßlich der verschiedenen Anträge zu diskutieren. – Die spanische Botschaft in Washington weist in einer Veröffentlichung die Anklagen der UN gegen das Franco-Regime zurück, da sie jeglicher rechtlichen Grundlage entbehrten.

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