Der Rat der vier Außenminister erzielte in den wichtigsten Punkten des französischen Vorschlags zum Triester Statut eine Einigung. Am Mittwoch beginnen die Besprechungen der Außenminister über Deutschland. Die polnische und die tschechoslowakische Regierung haben beim Weltsicherheitsrat beantragt, ebenfalls zu den Besprechungen über Deutschland, soweit sie ihre Interessen betreffen, hinzugezogen zu werden.

Im politischen Ausschuß der UN wurde die Diskussion über das Vetorecht fortgesetzt. Bis auf den Vertreter Frankreichs wandten sich alle Vertreter der Großmächte gegen eine Abänderung des Artikels 27.

Dem Treuhandausschuß der UN wurden von General Smuts die Wünsche Südwestafrikas zur Imverleibung in die südafrikanische Union vorgelegt. Der indische Delegierte wandte sich gegen die Eingliederung Südwestafrikas und auch der syrische und der bolivianische Delegierte äußerten Bedenken.

Die Errichtung einer Prüfungskommission für Flüchtlingslager schlug der russische Abgeordnete Wyschinsky im Wirtschafts- und Sozialrat der UN vor. Der jugoslawische Abgeordnete Mattes behauptete, daß die Lager der an der jugoslawischen Grenze untergebrachten verschleppten Personen Zentren feindlicher Tätigkeit gegen die jugoslawische Regierung seien.

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Der Vorstand der Kongreßfraktion der Republikanischen Partei der USA hat ein Achtpunkteprogramm aufgestellt, das unter andern die Aufhebung der Sondervollmachten des Präsidenten und eine neue Arbeitsgesetzgebung fordert.

König Faruk von Ägypten gab in seiner Thronrede anläßlich der Eröffnung des Parlaments bekannt, daß die britischen Truppen innerhalb von fünf Monaten Kairo, Alexandrien und das Nutella räumen würden. Auch die Frage der Vereinigung des Sudans mit Ägypten sei in den Londoner Besprechungen zu einem guten Ergebnis gebracht worden. – Der Vertragsentwurf, der von Ministerpräsident Sidky Pascha und Außenminister Bevin in London ausgearbeitet wurde, liegt jetzt einem Zwölferausschuß des ägyptischen Parlaments zur Beratung vor.