An den deutschen Börsen hat eine Flaute den Hochschwung der vergangenen Wochen abgelöst. Besonders stark war der Abgabedruck gegen finde der Woche. Die meisten Aktienkurse haben 10 bis 15 Punkte verloren. Die vorangegangene Hausse basierte auf den Gerüchten von einer bevorstehenden Währungsreform. Auch der jetzige Rückgang hängt mit der Währungsdiskussion zusammen. Er ist die Folge eines amtlichen britischen Dementis aller Gerüchte, die von einer baldigen Abwertung wissen wollen.

Nur einige Lokalwerte konnten ihren Kursanstieg fortsetzen. Dazu gehört in Hamburg die Aktie der Hansamühle, die vor zwei Wochen noch 198 notierte und jetzt 221 erreicht hat.“ Stabil hielten sich Mannesmann Stammaktien mit 165 und Rheinische Stahlwerke mit 162 1/2. Starke Verluste erlitten einige andere Papiere der Montangruppe. Rheinmetall Borsig verloren 12 v.H. und halten zurzeit den Parikurs. Vereinigte Stahlwerke schwächten von 140 auf 127 ab. Die Aktie der Gutehoffnungshütte, das am höchsten notierte Papier, hat innerhalb der letzten Woche 36 v.H. Verloren. Der neue Kurs lautet 294. – Der Rentenmarkt war stabiler. Die Verluste der Industrieobligationen halten sich in Grenzen von 3 bis 4 v. H. Auf dem Pfandbriefmarkt kann die Nachfrage nach Pfandbriefen der Westzonen weiterhin nicht befriedigt werden. –eck.

In informierten Schweizer Kreisen wird eine Aufwertung des Franken für die nächste Zeit erwartet.