An den süddeutschen Märkten hielt die Abschwächung der vergangenen Woche auch zu Beginn der letzten Woche zunächst noch an. Pessimistische Erwägungen über die allgemeine Wirtschaftslage und die Folgen der nochmaligen Vertagung des Deutschlandproblems auf den Viererratsverhandlungen veranlaßten die Käuferseite zur Zurückhaltung. Erst um die Wochenmitte setzte eine freundlichere Beurteilung ein.

In Hamburg begann die Kurserholung bereits am Montag. Sie war stärker als an den süddeutschen Börsen und betrug hier bis zu 31 Punkten. Auch die Nähe des Ultimo hat gegen Wochenende den Kursanstieg nicht zu stoppen vermocht. Die Realisation verkaufe hielten sich in Grenzen. Die Umsätze haben sich vorübergehend allerdings stärker auf den Rentenmarkt verlagert. Die Zurückstellung der Stillegungen in der Stahlindustrie hat keine unmittelbaren starken Börsenwirkungen ausgelöst, Hoesch-Aktien zogen in Hamburg und Frankfurt um 2 Punkte auf 148 an. Die Aktien der Rheinischen Stahlwerke gehören zu den wenigen Papieren/die einen Kursrückgang erlitten. Der Kurs lautete in Hamburg zuletzt 159 nach 162 1/2 in der Vorwoche. Vereinigte Stahlwerke erreichten in Hamburg 136, in Frankfurt 135 1/2. Rheinmetall-Borsig konnten in Hamburg um 11 Punkte auf III anziehen, in Frankfurt um 7 Punkte auf 112.

Auch die Großbanken konnten ihren vorwöchigen Kursverlust einholen. Der Rentenmarkt erzielte stärkere Umsätze bei anziehenden Kursen. Auch der Industrieobligationenmarkt konnte lebhaftere Umsätze und Kursgewinne verzeichnen. -eck.