Die Gefahr, die dem deutschen Geiste heute droht, ist eine unmittelbare Bedrohung unserer gesamten Existenz, so heißt es in einem Aufruf der unter hervorragender Mitwirkung von Minister Adolf Grimme und Geheimrat Prof. h. c. Max Planck errichteten Leibniz-Stiftung für Kunst und Wissenschaft in Hannover. Während sich die „Deutsche Akademie der Wissenschaften“ und die in ihrem. Arbeitsgebiet wesentlich eingeschränkte „Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft“ in ihrer Tätigkeit auf die russisch besetzte Zone beschränken, wird das Wirkungsfeld der Leibniz-Stiftung zunächst in den westlichen Besatzungszonen liegen. Die Leibniz-Stiftung hat folgende Aufgaben übernommen: Gelehrte bei ihren wissenschaftlichen Forschungsaufgaben und Künstler in ihrer schöpferischen Arbeit zu unterstützen; Gelehrten und Künstlern zur Durchführung ihrer Arbeiten Unterkunft bereitzustellen; begabten Studierenden und Kunstschülern Studienbeihilfen zu gewähren; den Wiederaufbau der wissenschaftlichen Institute und Bibliotheken zu fördern; Forschungsinstituten bei der Wiederbeschaffung von Material und Apparaten zu helfen. Mitgliederanmeldungen für den „Fördererverband der Leibniz-Stiftung“ mit einem Jahresbeitrag von 24 RM bis 300 RM bei freier Selbsteinstufung sind an das Sekretariat der Leibniz-Stiftung, Hannover, Nienburger Straße 1 A, Fernruf 2 06 97 zu richten, einmalige Geldzuwendungen auf das Bankkonto der Leibniz-Stiftung bei der Deutschen Bank Hannover oder Postscheckkonto Nr. 700 – Deutsche Bank (für Konto Leibniz-Stiftung).

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Das bekannte Bild von Rembrandt, „Christus an der Geißelsäule“, das „Die Zeit“ kürzlich in der Wiedergabe zeigte, wurde aus dem Museum in der Eigelsteintorburg in Köln gestohlen. Bei der Kölner Polizei hat sich der Kunsthändler Bartilemy gestellt, der unter dem Verdacht steht, das Bild gestohlen zu haben. Bartilemy erklärte, daß er mit dem Diebstahl nichts zu tun habe.