Zur Abrüstungsfrage sagte der britische Vertreter Sir Hartley Shawcross im politischen-Ausschuß der UN, er sei mit den Russen darin einig, daß die Atomkontrolle mit zur Abrüstung gehöre, aber alle andern Mittel zur Massenvernichtung müßten ebenfalls darin eingeschlossen werden. Vorher war ein britischer Antrag, daß die Mitgliedstaaten der UN über ihre Truppen und Stützpunkte im Ausland und die militärischen Verbände in der Heimat berichten sollten, angenommen worden.

Die Außenminister konnten sich über folgende Punkte des Triester Statuts einigen: Die Zurückziehung der alliierten Truppen, Abhaltung freier Wahlen, Errichtung einer provisorischen Regierung und die Grenzziehung zwischen Italien und Triest. Über Reparationsleistungen Italiens und Bulgariens wurde noch keine Einigung erzielt.

* Zwischen den Kommunisten und der sozialistischen Partei Frankreichs finden Verhandlungen über eine Koalitionsregierung statt. Ministerpräsident Bidault ist mit seiner Regierung in der vorigen Woche zurückgetreten.

Die Gemeindewahlen in Belgien haben keine wesentliche Verschiebung innerhalb der Parteien gebracht. Die belgische Regierung erlitt eine Niederlage im Senat, und zwar durch Stimmengleichheit bei der Abstimmung über den Regierungshaushalt.

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Sowohl die britische als auch die USA-Regierung haben jeweils in einer Note an Polen gleiche Rechte für alle polnischen Parteien bei der Durchführung des Wahlkampfes für die Parlamentswahlen am 19. Januar gefordert. Die polnische Arbeiterpartei und die polnischen Sozialisten haben sich zu einem "demokratischen Block" zusammengeschlossen.

In einer Erklärung der holländischen Regierung über die Außenpolitik spricht sich Holland gegen eine Blockbildung in -Europa und für eine Unterstützung der UN aus. Holland unterstütze den amerikanischen Plan, Deutschland für mindestens 25 Jahre entwaffnet zu halten.