Über alle noch offenen Fragen der Friedensverträge mit Italien, Rumänien, Bulgarien, Ungarn und Finnland sowie über die Verfassung von Triest und die Donauschiffahrt haben sich die vier Außenminister geeinigt. Die Frage der Entschädigung für alliiertes Eigentum in Rumänien soll durch direkte Verhandlungen zwischen der rumänischen Regierung und den betreffenden Ölgesellschaften geklärt werden.

Zu dem Programm über die Deutschlandverhandlungen haben der amerikanische und der russische Außenminister verschiedene Vorschläge gemacht von denen bisher noch keine angenommen wurden. Auch das Problem Österreich soll gleichzeitig diskutiert werden.

Im politischen Ausschuß der UNO konnte keine Einigung über die Durchführungsmaßnahmen zur Abrüstung und das Verbot von Atom- und Vernichtungswaffen erzielt werden, da die Sowjetunion auf ihrem Standpunkt beharrte, daß der Sicherheitsrat dafür zuständig sei und somit auch der Gebrauch des Vetorechts beibehalten werden müsse.

Die spanische Regierung hat in einer Erklärung an die Völker der Welt gegen die Haltung der UNO gegenüber Spanien protestiert.

Anläßlich der Entscheidung der Außenminister, die griechisch-bulgarische Grenze nicht zu ändern, fanden in Griechenland allgemeine Trauerkundgebungen statt. Italien setzt seine Bestrebungen zu einer Revision des Friedensvertrages durch direkte Besprechungen mit den benachbarten Ländern fort.

*

Der Streik der amerikanischen Kohlenarbeiter ist abgebrochen worden. John Lewis, der Präsident der amerikanischen Bergarbeiter-Gewerkschaft, hat die Arbeiter in einem Brief aufgefordert, wenigstens bis zum 31. März 1947 weiterzuarbeiten. Damit ist auch die amerikanische Postsperre wieder aufgehoben. Lewis war vom Bundesgericht in Washington zur Zahlung von 10 000 Dollar und seine Gewerkschaft zur Zahlung von 3,5 Millionen" Dollar verurteilt worden.