Das Ruhrgebiet in durch Bombenkrieg und Kampfhandlungen besonders stark betroffen worden. infolgedessen wurden auch die Wohnungen der Bergarbeiter stark in Mitleidenschaft gezogen, von denen ein hoher Prozentsatz – hoch im Verhältnis zu andern Wiederaufbaumaßnahmen gesehen - zwar in der Zwischenzeit wiederhergestellt wurde, an denen es jedoch nach wie vor noch so sehr mangelt, daß die für eine Steigerung der Förderung als notwendig erachtete Heranziehung jungen Nachwuchses aus andern Gebieten an der Frage der Unterbringung zu scheitern droht.

Von den 172 000 werkseigenen Wohnungen wurden 29 600 total zerstört und 18 300 schwer beschädigt, weitere 23 400 weisen mittelschwere Schäden auf, während 72 200 leicht und 28 600 gar nicht betroffen wurden, Von den 75 500 privaten Wohnungen wurden dagegen nur 9500 zerstört, 8400 schwer und 11 600 mittelschwer beschädigt, 20 400 weisen leichtere Schäden auf und 25 000 werden als unbeschädigt bezeichnet.

Die Unterbringungsmöglichkeiten für Bergleute an der Ruhr sind also trotz der gewiß forciert betriebenen Wiederaufbaumaßnahmen an zerstörten Häusern nach wie vor äußerst ungünstig, zumal die Zahl der Beschäftigten heute mit rund 300 000 fast wieder genau so hoch ist wie vor dem Kriege. Sollen also noch mehr Arbeitskräfte von auswärts dem Ruhrbergbau zugeführt werden, so wird man über kurz oder lang an Wohnungsneubauten nicht vorbeikommen. Dies, setzt jedoch die Erzeugung entsprechender Mengen von Baustoffen, auch von Eisen, Röhren und dem äußerst vielgestaltigen Zubehör voraus, wofür heute noch kaum Voraussetzungen gegeben sind. Sch.