Wie bereits berichtet, starb am 28. Dezember der Bankier Paul Wirtz, Mitinhaber des Hamburger Bankhauses Brinckmann, Wirtz & Co. In seinen Gedenkworten im Hause Brinckmann führte Dr. Rudolf Brinckmann u. a. aus: „Ebenso wie Max Warburg der Bankier der alten Schule war, war Paul Wirtz das Vorbild des königlichen. Kaufmanns. Die Anerkennung, die ihm wegen seines kaufmännischen Könnens zuteil, wurde, fand ihren schönsten Ausdruck, als er zum Präses der Hamburger Handelskammer berufen wurde.

Er war frühzeitig in die väterliche Firma als Teilhaber eingetreten, die er zu der angesehensten Salpeter-Maklerfirma Hamburgs entwickelte. So wurde er im Jahre 1929 zum Director General der Nitrate Corporation öf Chile Ltd., London, ernannt. Dieser Ernennung kam seinerzeit besondere Bedeutung zu, als die Gesellschaft, die in erster Linie englische und chilenische Interessen vereinigte und ihren Sitz in London hatte, einen Deutschen zu ihrem Leiter bestellte. Paul Wirtz besaß das, was man unter „Linie“ versteht, sowohl in kaufmännischen wie, in politischen Fragen. Mit Paul Wirtz verloren Hamburg und die deutsche Wirtschaft einen ihrer besten Vertreter altbewährter hanseatischer Tradition.“