Auch die letzte Börsenwoche stand im Zeichen lebhafter Umsätze – Hamburg meldete Tagesumsätze von durchschnittlich 1,2 Millionen Reichsmark – und teilweise beträchtlich steigender Kursen Eine vorübergehende Abschwächung auf dem Schwerindustriemarkt wurde am Wochenschluß wieder ausgeglichen. Die führenden Ostwerte, und zwar sowohl Aktien als auch Rentenwerte, zogen weiter an. Auch einige bisher: vernachlässigte Nebenwerte (Thüringer Zellwolle, Spinnstoff Zehlendorf, Kurmärkische Zellwolle) traten dadurch stärker in den Vordergrund: eine Folge der angekündigten Einstellung der Demontagen in der Ostzone.

Auf dem Bankenmarkt ist ebenfalls eine leichte Umsatzbelebung, verbunden mit einem Kursanstieg, zu verzeichnen. Auf dem Rentenmarkt überschritt bei Pfandbriefen der westlichen Institute die Nachfrage weiterhin das Angebot.

Einige Kurse: Reichsbankanteile notierten zuletzt 119; Commerzbank 103, Deutsche Bank 96, Dresdner Bank 97 1/2. Einige Industriekurse: AEG 138 (Frankfurt 138 1/8), BMW 121 1/2 (Frankfurt 126), Siemens 130 (Frankfurt I29 1/2), Vereinigte Stahlwerke I37 1/2 in Hamburg und Frankfurt.

–ck.