]Faßgebende Fachleute sind der Auffassung, daß L in nicht allzu ferner Zukunft der gesamte Lastwagenverkehr in Deutschland aus wirtschaftlichen Gründen nur noch mit Generatoren betriebenwerden wird. Audi für den PersonenwagenVerkehr ist es ein erheblicher Unterschied, ob eine Fahrt von Köln nach Hamburg 24 ; RM für Benzinkraftstoff oder 4 RM für Braunkohle kostet. Dies ist jedoch nicht einmal das Primäre: viel wichtiger ist die frage: Wird es in naher Zukunft überhaupt noch einigermaßen genügend Benzin geben? Der Verkehr ist im Zeitalter der Motorisierung zu einem Kernstück unseres wirtschaftlichen Lebens geworden. Das benötigte Benzin wurde vor dem Kriege, entweder eingeführt oder aber aus Kohle gewonnen. Die synthetische Herstellung aus Kohle ist laut Beschluß des Alliierten Kontrllrats 4boten. Für die gegenwärtige Verkehrswirtschaft müßte also Benzin gegen Devisen eingeführt werden. Unsere- Devisenlage die nicht, einmal die nötigste Lebensmitteleinfuhr gestattet, läßt die Einfuhr von Benzin schon gar " nicht zu. Die Lösung des Verkehrsproblems ist damit auf den Ersatz des Flüäsigkraftstoffs durch Festkraftstoffe verschoben. verDiese Festkraftstoffe sind jieben Holz, Holzkohle und- Torf, vor allem Braunkohle. Hinzu kommen noch Schwelkoks und Anthrazit. Die Vorkommen der Festkraftstoffe sind in den einzelnen. Gebieten Deutschlands sehr verschieden. Für die jeweils vcikommenden Festkraftstoffe muß also der einsprechend verarbeitende Generator geschaffen weiden. Eine Ideallösung wäre jedoch ein Geneiatoi. der alle oder mehrere Festkraftstoffe,verarbeitet. Eine der ältesten und bedeutendsten Finnen im Generatorenbau brachte 1942 einen Generator auf den Markt, der Holz, Torf und Braunkohle verarbeitet. Der wirtschaftliche Effekt bei 1 der Erzeugung von Benzin aus Kohle und von Generatorgas aus Braunkohle, Holz und Torf, ist sehr unterschiedlich und in der Einsparung gewaltig, Im Geue ratorenbetrieb werden für l kg Benzin nur 2 kg Braunkohle verbraucht Auf dein Wege über die Hydrierung braucht man dagegen zur Herstellung von lkg- Benzin 13 kg Braunkohle oder bis zu lokg Steinkohle.

Da es bisher einen, ausgesprochenen Generatormotor nicht gibt, müssen Benzinmotoren mit Gene ratoren betneben werden. Dadurch ergibt sich ein Leistungsabfall voa 30 v. H, der sich besonders bei schweren Lasten und Steigungen bemerkbar macht. Audi hier ist schon ein bedeutender Schritt getan worden. Ein Kompressoi wuide konstruiert, der das Generatorgas verd chtet. Einige Versudisfahrzeue, die Leitungen benzingetriebener Motoren aufweisen, sind fertiggestellt.

UM den deutschen Fahrzeugbedarf zu decken, stellen die englische und die amerikanische Militärregierung Armeefahrzeuge zur Verfügung. Diese Kraftfahrzeuge sind mit Maschinen ausgerüstet, die einen honen Benzinverbrauch haben. So verbraucht, der Jeep 24 Liter Benzin auf 100 Kilometer und der GMC 2 5 Tonneu lastwagen sogar 54 Liter. Diese Mengen sind natürlich in Deutschland nicht aufzubringen, und die Umstellung dieser Fahrzeuge auf Ceneratorbetneb ist daher erforderlich. Erreicht wurde sie durch die Zusammenfassung aller für d<a Generator erforderlichen Teile zu einem blockförmigen Aggregat. Gleichzeitig wurde mit dieser Blockanlage eine Holztrocknungsanlage entwickelt. Die Trocknung erfolgt durch Ausnutzung der Auspuffgase Die Geneiafoundustiie bemüht sich, kleinere und Icichteie Generatoren zu bauen, die Bedienung einfacher und saubetei zu machen und den AUJnuizungsgiad des Festkraftstoffes zu erhöhen. Vielleicht wid man eines Tages das Generatorfahrzeug nicht mu als eine Notlösung, sondern als ein vollw ewiges wirtichaftLJies Verkehrsmittel ansehen. H. Bergschneider"