vom 16. Januar bis 22. Januar 1947

Auf der Londoner Konferenz wurde die gleichzeitige Behandlung der deutschen und österreichische Frage beschlossen. Ein Terminkalender regelt die Reihenfolge, in der die kleineren Staaten ihren Standpunkt darlegen sollen. Norwegen und Dänemark haben keine Vertreter geschickt, sondern nur Memoranden überreicht.

Ein britisch-französischer Bündnisvertrag wurde anläßlich des Besuches Léon Blums bei Premierminister Attlee von den beiden Ministerpräsidenten beschlossen. Außerdem standen deutsche Kohlenlieferungen und wichtige Wirtschaftsprobleme zur Debatte.

Unter der Leitung Winston Churchills wurde in London das britische ‚,Pan-Europa-Komitee“ gegründet, das sich die Bildung der „Vereinigten Staaten von Europa“ zum Ziel gesetzt hat.

Minister Hynd gab auf einer Pressekonferenz in London bekannt, daß England auf der Moskauer Konferenz einen Plan für die Revision der deutschen Industriekapazität vorlegen werde. Auch seien Vorkehrungen getroffen, keine Demontagen von Werken in Angriff zu nehmen, die möglicherweise auf Grund eines revidierten Industrieplanes weiter benötigt würden.

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Zum französischen Staatspräsidenten wurde der Sozialist Vincent Auriol, der bisherige Präsident der Nationalversammlung, gewählt Die Regierung Blum ist verfassungsgemäß zurückgetreten, Mit der Neubildung der Regierung wurde der ehenalige sozialistische Justizminister Ramadier beauftragt