Im Ofen glüht der letzte Scheit zu Asche, und Frost dringt schon durch Tür und Fenster ein. Die steifen Hände krampfhaft in der Tasche, zielt ich mich in den eignen Kern hinein...

Weit in der Runde strahlt es aus den Zimmern: dort sitzen andre frierend am Kamin und zählen unterm kalten Ampelschimmern, wie schnell die Flammen in die Macht entfliehn.

So zittern Tausende und Millionen,so friert die Stadt, so friert ein ganzes Land, so friert und bebt ein Volk, vor dessen Thronen ein ganzer Erdteil händeringend stand.

So friert ein Volk, von jeder Gunst verlassen, ein schuldig Volk, das um Erbarmen fleht,und doch nicht weiß, wie es aus blindem Hassen den Weg zurück in Gottes Liebe geht.

Ein Volk, das stürzt, von keiner Hand gehalten, ein. Volk, das friert im Eis des WeltenraumsHerr, fang es auf in deines Kleides Falten und berg es in der Wärme seines Saums...