Die Friedensverträge mit Italien, Ungarn, Jugoslawien, Bulgarien und Finnland wurden in Paris unterzeichnet.

In London werden die gegen Deutschland erhobenen Forderungen und die Vorschläge für das künftige deutsche Staatsgebilde weiter diskutiert.

In einem Memorandum verlangt Dänemark die verwaltungsmäßige Trennung Schleswigs und Holsteins, verzichtet jedoch ausdrücklich, eine Änderung der Oberhoheit über Südschleswig zu fordern. Um das Recht der Selbstbestimmung in Südschleswig zu gewährleisten, sei eine internationale Körperschaft zur Sicherung der bürgerlichen und demokratischen Freiheiten erforderlich Unter den Forderungen ist jene auf freie Schiffahrt für alle Nationen auf dem Kaiser-Wilhelm-Kanal und eine internationale Aufsicht über den Kanal bemerkenswert.

Eine luxemburgische Denkschrift verlangt unter anderem die Umbildung des Rheinlandes in einen oder mehrere deutsche autonome Staaten, ferner Grenzberichtigungen bis zu 10 km Tiefe längs der Flüsse Mosel, Sauer und Ur und die jährliche Lieferung von 3,5 Millionen Tonnen Koks und Kohle sowie 17 Millionen kw-Stunden Elektrizität.

Die Ukraine unterstützt den sowjetischen Gedanken, daß Deutschland ein einheitlicher demokratischer Staat mit Zentralregierung sein soll, und fordert, um die sozialen Grundlagen des deutschen Militarismus zu zerstören, die Vernichtung des preußischen Junkertums und der Industriemagnaten.

Weiß-Rußland wünscht, daß das Ruhrgebiet zwar weiterhin ein Teil Deutschlands, aber dir Kontrolle Sowjet-Rußlands, der Vereinigten Staaten, Großbritanniens und Frankreichs unterstellt werden müsse. Die immer noch bestehende Nazibewegung müsse entscheidend bekämpft werden. Die finanzielle Forderung Weiß-Rußlands beläuft sich auf 1500 Millionen Dollar in Sachwerten.

Für die Friedensvertragsverhandhngen mit Deutschland in Moskau wurde ein amerikanischer Verfahrensplan vorgelegt, der die Hinzuziehung von deutschen Behörden und Fachleute! vorschlägt.