Für die dänische Hochsee- und Küstenfischerei war das Jahr 1946 außerordentlich erfolgreich. Gegenüber 1945 stiegen die Anlandungen um 25 v. H. von 142,6 Mill. Kilogramm auf 180 Mill. Kilogramm. Dieses günstige Ergebnis ist nach den jetzt vorliegenden Berichten darauf zurückzuführen, daß Dänemarks Fischereifahrzeuge erstmalig nach Kriegsbeginn ungehindert die Fangsaison ausnutzen konnten.

Durch das Ansteigen der Fischpreise ergab sich eine Verdienststeigerung von 30 v. H. mit einer Mehreinnahme von 170Mill. Kronen. Der dänische Fischexport belief sich im Jahr 1946 auf 143 Mill. Kronen, während er im Jahr 1945 nur 72,2 Mill. Kronen ausmachte. Die Absatzverhältnisse für die dänischen Fänge können als sehr gut bezeichnet werden. ww.

Leistungsfähigkeit des Hamburger Hafens

Am 30. Januar 1946 löschte der Dampfer "Henry S.Lane" in der Zeit von 10.30 Uhr bis zur Beendigung der zweiten Schicht 7700 Tonnen Weizen. Das ist eine Rekordleistung, die auch die besten Zeiten von Rotterdam übertrifft und sie wurde erreicht, obwohl die Eisverhältnisse ganz besonders schwierig waren, vor allem das Verholen der Kähne verzögerten. Der Dampfer "Robert E. Lewis" löschte in 46 Stunden 8117 Tonnen, der Dampfer "Thomas B. King" binnen 47 Stunden 8118 Tonnen. Ein früherer Flugzeugträger, besonders schwer zu bearbeiten, da er 17 Luken hatte und fast 10 000 Säcke geöffnet, entleert und gebündelt werden mußten, konnte nach nicht ganz 3 1/2 Tagen den Hamburger Hafen wieder verlassen.