vom 20. Februar bis 26. Februar 1947

Während die englische Regierungsdelegationfürdie Moskauer Friedensverhandlungen ihre Reisevorbereitungen trifft, verhandeln die stellvertretenden Außenminister noch in Londonüber das einzuschlagende Verfahren und über die Frage, wie weit und welcher Form die kleinen Mächte auf die Regelung des Deutschlandproblems Einfluß nehmen sollen.

Österreich verlangt in einer in London überreichten Note eine Einladung zur Moskauer Konferenz.

Der Koordinierungsausschuß des Alliierten Kontrollrats hat seinen Bericht über Deutschland für die Moskauer Konferenz fertiggestellt. Der Bericht schildert die Entwicklung in Deutschland auf Grund der Potsdamer Beschlüsse und enthält Empfehlungen, u. a. für die territorialen Veränderungen – Deutschlands und für die endgültige Zerschlagung Preußens.

Auf Ersuchen der chinesischen Regierung haben Großbritannien,dieVereinigten Staaten und Frankreich zugestimmt, auf der Moskauer Konferenz die Erörterungen auf die Friedensregelung mit Deutschland und Österreich zu beschränken. Das Ersuchen geht auf Mutmaßungen in Nanking zurück, daß die Moskauer Konferenz auch eine internationale Vermittlung im chinesischen Bürgerkrieg oder eine Untersuchung der Fernost-Politikder Vereinigten Staaten vorschlagen würden.

Nach einer Regierungserklärung Attleessoll das Schicksal Indiens nach Ablauf von 15 Monaten in indische Hände gelegt werden. Der jetzige Vizekönig Lord Wavell wird abgelöst; Zum neuen und voraussichtlich letzten Vizekönig wurde Lord Louis Mountbatten ernannt, der im Krieg gegen Japan die Operationen in Burma durchgeführt hat.

König Georg VI.,der sich mit der königlichen Familie zu einem Staatsbesuch in Südafrika aufhält, eröffnete in Kapstadt das Südafrikanische Parlament mit einer Thronrede.