vom 27. Februar bis 5. März 1947

Außenminister Bevin gab im Unterhaus bekannt, daß der Abschluß eines Viermächte-Paktes zwischen Großbritannien, den Vereinigten Staaten, der Sowjetunion und Frankreich auf der Tagesordnung der Moskauer Konferenz stehen wird. Der Pakt soll die Wiederholung einer Aggression in Europa verhindern.

In türkischen Regierungskreisen wird vermutet, daß die türkisch-sowjetische Streitfrage über die Kontrolle der Dardanellen wahrscheinlich auf der Moskauer Außenministerkonferenz zur Sprache kommen wird.

Im Alliierten Kontrollrat in Berlin bezeichnete Marschall Sokolowski die britisch-amerikanische Zonenvereinigung als eine Verletzung des Potsdamer Abkommens, kritisierte die einseitige wirtschaftliche Orientierung der angelsächsischen Zonen nach Westen und sprach die Befürchtung aus, daß diese unter das Joch britisch-amerikanischer Monopole gebracht würden, Sir Sholto Douglas und General Clay wiesen in ihrer entschiedenen Entgegnung darauf hin, daß Rußland rechtzeitig. informiert und zum Beitritt aufgefordert worden wäre, und stellten fest, daß zum zweiten Mal von sowjetrussischer Seite Einzelheiten aus noch andauernden Verhandlungen der Öffentlichkeit übergeben worden sind.

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Die Außenminister Bevin und Bidault unterzeichneten in Dünkirchen das britisch-französische Bündnis.

Französische und amerikanische Sachverständige treten in Paris zusammen, um die praktischen und technischen Probleme für die Entlassung der von den USA an Frankreich übergebenen deutschen Kriegsgefangenen zu klären. Die französische Regierung beabsichtigt, bis zum l. Juni dieses Jahres die Kolonien in französische Departements umzuwandeln.