John J. McCloy, der ehemalige Unterstaatssekretär im amerikanischen Kriegsministerium, wurde vom geschäftsführenden Ausschuß zum Präsidenten der Weltbank gewählt. Diese Stelle war seit dem Rücktritt von Eugène Meyer Ende vorigen Jahres unbesetzt. McCloy ernannte Robert L. Garner, den ehemaligen Vizepräsidenten der Guaranty Trust Company of New York, zum Vizepräsidenten der Weltbank. Dieser Posten war durch das Ableben von Harald D. Smith freigeworden.

Der internationale Währungsfonds hat am 1. März offiziell seine Arbeit aufgenommen.

Gleichzeitig mit der Aufhebung der britischen „Trade with the Enemy Act“ sind zu Anfang März auch die analogen Gesetze in den übrigen alliierten Ländern aufgehoben worden.

Über Rotterdam und Antwerpen, anstatt über Bremen und Hamburg, sollen Lieferungen aus USA in die britische und amerikanische Zone geleitet werden, wie BBC meldet. Beratungen darüber werden demnächst beginnen. Im Falle eines Übereinkommens mit Holland und Belgien über die Kostenfrage können 100 000 Tonnen monatlich durch diese beiden Häfen nach Deutschland gesandt werden. Zwischen der belgisch-luxemburgischen Zollunion und der vereinigten Westzonen ist am 1. März ein über vier Monate laufendes Außenhandelsabkommen abgeschlossen worden. Danach liefert Belgien-Luxemburg, im Austausch gegen elektrischen Strom, Chemikalien, Instrumente, Maschinen, Aluminium (?) und Zeitungspapier (?), an die Westzonen Fleisch, Fische, Konserven, Frühgemüse, Medikamente und Chemikalien.

Durch Auswinterungsschäden ist ein erhöhter Bedarf an Getreidesaatgut für die britische Zone entstanden, der auf 50 000 Tonnen geschätzt wird. Vorgesehen sind Lieferungen aus der USA-Zone (12 000 Tonnen Sommergerste) und aus Ungarn, sowie 5000 Tonnen Sommerweizen aus der Sowjetzone und weitere 1000 Tonnen aus Schweden. Pflanzkartoffeln sollen aus Holland, Dänemark, Norwegen und der Tschechoslowakei geliefert werden. Die Einfuhren an Feldsaat, Hülsenfrüchten und Gemüsesamen sind, zusätzlich zu dem Aufkommen aus eigener Ernte, in ausreichendem Maße sichergestellt.

Die Kontrolle über die Kohlenproduktion in den wirtschaftlich vereinigten Westzonen geht am 1. April in deutsche Hände über.

Im ersten Vierteljahr 1947 soll die sowjetische Besatzungszone monatlich 5000 Tonnen Zeitungspapier für die britische Zone liefern.