Die Außenminister Bevin, Marshall und Bidault sind in Moskau eingetroffen und haben mit : Molotow die Beratungen der deutschen Friedensregelung und des Staatsvertrages für Österreich begonnen. Auf der Fahrt nach Moskau gab Außenminister Bevin während eines kurzen Aufenthalts in Brüssek der Hoffnung Ausdruck, daß dem französisch-britischen. Allianzverträge ein ähnlicher Vertrag mit Belgien folgen möge, Der tschechoslowakische Ministerpräsident Gottwald propagierte in einer Rede vor Arbeitern in Prag ein Bündnis aller slawischen Nationen unter . der Führung der Sowjetunion, um die Sicherheit gegenüber künftigen deutschen Angriffen zu gewährleisten. In Warschau wurde ein tschechoslowakischpolnisches Bündnis für 20 Jahre zur Abwehr deutscher Angriffsdrohungen unterzeichnet. In Prag wurde ein Kulturabkommen zwischen der Tschechoslowakei und Belgien von den Außenministern Masaryk und Spaak unterzeichnet.

Im Weltsicherheitsrat beschuldigte der sowjetische Delegierte Gromyko die USA, die Interessen der Vereinten Nationen ihren eigenen "engen nationalen Interessen" unterzuordnen. "Die Sowjetunion verlangt einen sofortigen Vertrag aller Nationen über das Verbot von Atomwaffen und betrachtet den von den USA vorgelegten Plan für die Atomkontrolle, wenn nicht die Atomwaffen zuvor verboten werden, als einen Versuch, anderen Ländern die eigene Ansicht aufzuzwingen und das Monopol auf dem Gebiet der Atomforschung zu stärken. Die künftige Atomkontrollbehörde des Baruch-Plans, der das Recht zur Leitung oder Überwachung von Atomenergiewerken in allen Ländern zu übertragen wäre, verglich Gromyko mit einem riesigen internationalen Trust, der sich durch Mehrheitsbeschluß in das wirtschaftliche Leben eines jeden Landes einmischen könnte. "Das sowjetische Volk kamm nicht mit einer wohlwollenden Haltung einer solchen Majorität gegenüber der Sowjetunion rechnen." In einer Note an Sowjetrußland erhebt die amerikanische Regierung Einspruch gegen die "ungerechtfertigte Einmischung in innere ungarische Verhältnisse". In einer Erklärung des amerikanischen Außenministeriums wird gesagt, daß gewisse Minderheitengruppen, die die frei gewählte Mehrheit einzuschüchtern suchten, durch auswärtige Einmischung anscheinend unterstützt wurden. Die Sowjetunion hat den Protest zurückgewiesen.

Zu der von Rußland betriebenen Revision des Spitzbergen-Vertrages von 1929 veröffentlichte der außenpolitische Ausschuß des norwegischen Parlaments einen Bericht, in dem es heißt, daß es "der norwegischen Außenpolitik zuwiderlaufen und im Konflikt mit der UNO-Mitgliedschaft Norwegens stehen würde, in militärische Verhandlungen mit einem Staate allein einzutreten, wenn es sich um die Verteidigung eines Gebietes unter norwegischer Souveränität handele." Zu Verhandlungen mit der Sowjetunion ist Norwegen bereit, wenn es sich dabei nur um wirtschaftliche Fragen handelt.

In Palästina findet ein Treffen russischer Diplomaten aus dem Mittleren Osten statt. Die Zusammenkunft dient der Erörterung wirtschaftlicher Fragen und der Lage der sowjetrussischen Staatsangehörigen in Palästina. In Jerusalem und Haifa setzten sich die jüdischen Terrorakte fort. 21 Abgeordnete der britischen Labour – Party unterzeichneten eine Bereitschaftserklärung, am Aufbau eines "Vereinten Europa" mitzuhelfen. Eine Abordnung von ihnen wird an der Konferenz der "Vereinigten Europäischen Föderalisten" teilnehmen, die im April in Amsterdam stattfindet.

Die französische Regierung faßte den Beschluß, die französische Oberhoheit in Indochina "mit allen Mitteln" aufrechtzuerhalten und betonte, daß Frankreich die Hüterin der Sicherheit aller Staates der französischen Union sei.

Fernand de Brinon, der französische Botschafter der Vichy-Regierung bei den deutschen Besatzungsbehörden, wurde in Versailles zum Tode verurteilt.

Edouard Herriot berichtete in der französischen Nationalversammlung über die wechselseitigen Bestrebungen, die fränzösisch-italienische Freundschaft wiederherzustellen. Die griechische Regierung sandte an die Vereinigten Staaten einen Hilferuf wegen "völliger. Erschöpfung der Existenzmittel! Exkönig Peter von Jugoslawien wurde durch eine Verordnung der jugoslawischen Nationalversammlung ausgebürgert. Die gleiche Maßnahme wurde gegen die Mutter des Exkönigs, gegen den ehemaligen Regenten Prinz Paul und andere nahe Verwandte des früheren Königs erlassen.