Die freundliche Witterung übt anscheinend eine günstige Wirkung auf die Börsen aus. Schon Ende der vorigen Woche war eine leichte Belebung zu verzeichnen, und zum Wochenbeginn setzte sich diese Tendenz fort. Die Umsatztätigkeit war nicht mehr so schleppend wie in der letzten Zeit. Besonders Aktien werden flüssiger gehandelt. An der Hamburger Wertpapierbörse, die während der Frostperiode teilweise nur Tagesumsätze von 200 000 RM aufweisen konnte, wurde bereits in der ersten Wochenhälfte wieder die Millionengrenze erreicht. Auch von der Niedersächsischen Börse in Hannover, der Rheinisch-Westfälischen Börse sowie vom Frankfurter Effektenmarkt wird für die erste Wochenhälfte lebhaftere Geschäftstätigkeit mit fester Tendenz gemeldet. Erst von Donnerstag an waren – ohne einen sicher festzustellenden äußeren Anlaß Ermüdungserscheinungen zu erkennen. Die Umsatztätigkeit ließ bei abbröckelnden Kursen nach. Gutehoffnungshütte, die in Hamburg noch am Montag mit 258 bis 259 notierten, wurden am Donnerstag nur zu 254 gehandelt. Die Rheinisch-Westfälische Börse reagierte etwas stärker und notierte Gutehoffnungshütte am Donnerstag mit 252 1/2 Brief.

Die Kurse der übrigen schwerindustriellen Werte waren etwas widerstandsfähiger. Als letzte Notierungen von Hamburg seien Vereinigte Stahl mit 135 und Mannesmann, mit 163 genannt.

Auf dem Markt der festverzinslichen Werte zeigte sich das bekannte Bild: Die Nachfrage übertraf das Angebot bei weitem. Westliche Industrie-Obligationen, waren weiter gefragt, ebenso Pfandbriefe, bei denen alles auf den en Markt kommende Material ohne weiteres abgesetzt werden konnte, -ck.