Die Stickstoffproduktion soll in den beiden Westzonen auf etwa 300 000 t im Jahr gebracht werden. Der Bedarf für Düngemittel wird für 1946/1947’ mit 280 000 t angegeben. Die augenblickliche Kapazität beträgt in beiden Zonen 200 000 t. Infolge des Kohlenmangels können aber nur 120 000 t erzeugt werden.

Für vier ehemalige Tochterfirmen des IG-Farben-Konzerns wurden Treuhänder eingesetzt, es sind dies die Agfa-Foto, Stuttgart, Deutsche Koloniale Gerbstoff GmbH., Karlsruhe, Fluß- um Feldspat GmbH., Pforzheim, und die Genschow AG.

Der Hamburger Hafen konnte in letzter Zeit wieder auf mehrere Rekordleistungen in Löschen von Getreidedampfern zurückblicken. Nachdem der (Dampfer "Richard Rush", eingetroffen am 17. März mit 8470 t Weizen, in 29 Stunden gelöscht war und auch die "Farley" am gleichen Tage 3975 t Getreide im Zwei-Schichten-System löschte, wurden am 24. März von den Dampfern "Ocean-Vulcan" und "John Hathorn" 10 632 t Weizen und Getreide in zwei Schichten mit Getreidehebern bewältigt.

Auf dem Gebiete, des Verbandswesens in der westdeutschen Schiffahrt ist die Errichtung des "Stromgebietsverbandes Rhein" vorgesehen. Der neue Verband soll die Gesamtinteressen des deutschen Rheinstroms vertreten.

Die Rückführung des seit der Kapitulation in Holland liegenden deutschen Schiffsraumes wurde von der niederländischen Regierung genehmigt.

Die seit dem 13. November 1946 vom Verband deutscher Reeder angewandte Frachterhöhung würde vom Verwaltungsamt für Wirtschaft für ungesetzlich erklärt. Zwischen Lübeck und Mecklenburg werden enge Wirtschaftsbeziehungen aufgenommen werden. Mecklenburg wird Nutzholz, und Rohstoffe für Arzneien liefern; Lübeck wird dagegen Bedarfsartikel für Landwirtschaft und Fischerei nach Mecklenburg verkaufen.

Die Februar-Kohlenförderung wird von der europäischen Kohlenorganisation für Westdeutschland mit 6.28 Mill. t angegeben, für Polen mit 4,14, für Frankreich mit 4,26, für Belgien mit 1,95 Mill. t und für die Niederlande mit 803 000 t.