Auf das Gebiet östlich der OderNeiße entfäll ein Viertel der Wa ldfläche des Deutschen AL reiches von 193 7, nämMäi fünd > Millionen vca 12 65 Millionen Hektar. Der Holzvprrat dies Gebietes, wird, fwrf i50 Millionen- Fesöneter gtschätzt. Diese Wälder nehmen nach Holzartea. in Bezug auf ihre Qualität eine: hervorragen Stellung in der Bewaldung Deutschlands ein urd sind für seine Holzversorgung von entscheidender Bedeutung, : : : , Von den deutschen Nadejhölzern Ist die Kiefer am Richtigsten. Im aftsfemeinen ist sie wertvoll ak die Fichte oder Tanne; sie ist dauerhafter, vielseitiger verwendungsfähif, und kann oft, da gebraucht werden, wo Fichten- oder Tannenholz si<h entweder nicht oder hut bedingf eignet, z, B jAt wertvolles Bau- und Möbelhots, Grubenholz- fifr Eisenbahnschwellen, usw. Viele Gewerbe und Indiistrien sind entscheidend, auf die Verarbeitung vca Kiefernholz angewiesen. Die Kiefer nimmt fast di Half te ! der deutschen Waldfläche, ein. Sie ist jragleichimäßig nber Deutschfendverbifeitet. In groß Gebieten; ist sie katini zu 8n<Jeifc; wie in ScMeswijHolsteih, Teilen Westfalens; der oberbayrischtn Alpeo und Oberschwaibehs, in anderen kommt s strichweise oder teselartig "vor, so in Mittel- usd Süddetitschland~and in Bayern. Größere ziisamineihängende Bestände gibt, es in Nordwestdeutschlaiä — wenn auch meist von sehr geringer Dichte die dann, östlich der Elbe allmählich übesgehen in die großen ostdeutschen c Haptkiefemgeibiete, Teil davon liegen in : def russteehen Zone, aber erst östlich der Oder Neiße sind i die großen Kemgebieie, to Niedersdilesien, der Lffödsberget Heide, dsr Grenzmark und Östponimern, wo meist über Ö v. H der Waldfläche mit Kiefern bestockt sind uwl schließlich noch in Ostponurtern und in :Qstpreßen, im besonderen im mäsurischen Gebiet, In der Giite der Kiefern gibt es große Uötff; schiede. Fast das gesamte westlich der Elbe w?<hWnde Holz ist yon geringer bis mittlerer Qualitit, ausgenommen in zwiei "Weinen Gebieter, bei Bamberg und im "nordöstlichen Scbwarewald, wo We thok herangezogen würde. Erst;iri Ostdeutschlärd, namentlich östlieh : der OderNeiße: kommen großen, starken Qjualrtätshöber vor, ohne, die <li" deutsche Bau- xaki Möbelindustrie undenkbar ist. "OstpreiißftcB Startmldefer" ist ein Begriff fflr den Kwidigen; do iu denken s chpn Beffiediguag .

v , Diese : Qualitäten sMirtnn Teil stendörtbediigt und zum Teil das Ihrgebnis eteer durch vfele :Geierationen von : Mtigen Forstleuten systejnatjsich tegiebeneh Zuchtwäl hv dem ungeeägoete Kiefern rassen ümner wieder iMgemerzt und nur sol<h > angebaut würden, die de Boden und KMma ahfeleinftthligef ad mpder wird das Holz, Eigenschaftea, die ia Verbindung mit Astfreiheit uad 4uiid 1 di großen Durchmesfern besonders wertvoll sind und nteprechende Preise bringen. Der Zuchtwahl mußt also ein ständige, sorgsame Waldpflege folgen, m Ergebnisse zu erzielen, di zu den besten- der deuteche n Forstwirtschaft gehören und in Europa nicht übertreffen sind; Nur in großen zusammen , hängenden Staats- und Privatforsteh ließen sich Planung und Waldpflege nach so weitsichtigen Richtlinien, zwei Jahrhunderte lang, erfolgreich durchfiihren. Trotz des erwünschten langsätnen Wuchses stehen die Zuwachsleistungen der Staatswälder, mit durchschnittlich 4 5 Festtnetern je Hektar jährlich, an derSpitze, gegenüber 3 5—4 Festmeter, je Hektar bei den Gemeinde- und großen Privatwaldungen, und nur 1 5 Festmeter je Hektar bei den Bauerawaldungen. Nie wären solche ErgebniJte in kleinen Waldungen möglich gewesen. Daß die jetzt in der russischen Zone vorgenommene Aufteilung der Wälder in Weine Parzellen an Siedler und Bauern zu fürchförlichen Waldverlusten. und m einem rapiden Abfall der Zuwachsleistun 1 ~ J — i= i—- f is jj r_" . in den westlichen Zonen läuft dieses System auf einen Wäldmard hinaus.

Sollten diese Östkiefera zukünftig ausfallen, SO ehen sich die darauf angewiesenen Verbrauchergroppeu einem Vakuum gegenüber, denn dies Kiefern sind in Deutschland praktisch unersetzlich. Wenn auf die in großen Massen aus dem deutschen Osten gelieferten Gruben- und Papierhölzer, Eisenbahnschwellen, Rammpfähle für Häfen usw verzichtet werden müßte, würden damit die darauf angewiesenen Industrien lahmgelegt weil in den Deutschland verbliebenen Wäldern bei weitem nicht genügend Ersatz wächst und an ausreichenden Import aus dem Ausland nicht zu denken ist. Im Gebietöstlich der OderNeiße folgt des Kiefer in weitem Abstand xlie~~!Hchte mit nur etwa ein Siebtel des Gesamtbestandes, aber es ist bemerkenswert, daß: es wieder ostdeutschen Forstleuten gelungen ist, in den Allensteiner Forsten eine sonst nirgend in Deutschland erreichte Spitzenklasse heranzubilden. Nehmen Kiefern und Jachten Insgesamt sechs Siebtel der Waldfläche dieser Ostgebiete ein, so entfällt auf Laubholz nur ein Siebtel. Buchenwertholz wächst nur in Ostpommera und Westpreußen. Wertvolle Eichenhochwälder finden wir ia Schlesien, aber charakteristisch- für den Osten und überwiegend sind weiche, iaubhötzer, wie Birke und Erle. NameatTicK die ostdeutsche Er le ist ein gesuchtes und wertvolles, in gleicher Gütse kaum anderweitig vorkommendes Material als Modellholz und für besondere Verwendungszwecke.

An der Hölzversorgung Deutschlands war der ichaft war auch seine Fprstwirtschaft ein bedeuten des Überschußgebiet. Deutschland hatte vor 1933 In- seinen: Forsten einen Holzzuwachs von 50 Millionen Festmeter jährlich, davon wuchs ia Viertel in den hier behandelten Ostgebieten. Vielfach ist die Meinung verbreitet, an der jetzigen deutschen Holznotlage seien nur die Besalzungs"mächte schuld. Es muß einmal erwähnt werden, daß das unrichtig rist Schon Jahrzehnt vor dem ersten Weltkrieg war Deutschland nicht in der Lage, seinen Holzbedarf aus eigener Erzeugung zudecken. Es mußten, allmählich steigend, erheWiche (Mengen tmposjtiert werden, die vor 1914 und nach den Inflationsjahren bis zu Beginn der Weltwirtschaftskrise 1930 bis zu einem Drittel des "deutschenNutjhokverbräuches betrugen. Nh 1933 folgten zwölf Jahre der Übernutzung des Waldes, weil die De"visen bevorzugt für Rüstungszwecke ausgegeben wurden. Allein hierdurch ermäßigte sich der Zuwach um etwa ein Fünftel Durch Kriegshandi lungen ;Waldbjänd, Sturm und Käferfraß gingen weitere Mengen verloren Der Abtrennung der Ostgebiete folgten di übermäßigen Einschläge von wertvollem Nutzholz ftir Brennzweeke weil brandkohlen nicht geliefert wurden und schließlich kommen die indieser Lage noch besonders verheerenden" Exporte, jneist ältester und unersetzlichef Nadelhöker, näW Englan" hinzu Irisgesamt wird der ; Swbstanzyerrusf bis heute iwjJ: ;46- y, H. geschätzt, d feucta jährliche. Zuwachs Potentjäl ia reifem Holz ging;"von 50 auf 27 Millionen Eestnieter zurück und in einigen, Jahren werden selbst diese Zahlen utopisch hoch, erscheinen, wenn Deutschland seine Ostgebiete nicht zurück erhalten sollte.

Der Hokverbraudi der Völker tat unterschiedlich hoch. Er ist abhängig von der Umwelt, dem Klima, den Gebräuchen, der Industriealislerung eines Landes. In Deutschland wurde seit langem l Festmeter jährlich je Kopf der Bevölkerung verbraucht. au j N utz jj 0z fü (j en Bergbau- die Bauwirtschaft usw. 0 6" Festmeter. Alle Sparmaßnahmen haben nicht dazu führen können, den Verbrauch wesentlich einzuschränken. Es wird ihne auch künftig der Erfolg versagt bleiben, weil Holz zu den Schlüssel- rohstoffen der Wirtschaft gehört, ebenbürtig der Kohle und dem Eisen. Bevor Kohleö k gefordert werden kSnnea, müssen BergbaAöfe"er k"äjr"$tetta sein. Wasser- und Landtransport sind ohne Hob unmöglich, kein Haus kann "ohne Holz gebaut werden, der große Bedaff an Papier, Pappen und Verpackungsmaterial ist ohne Holz nicht zu decken. und schließlich ist die Verwendungsmöglichkeit des Holzes in den letzten Jahrzehnten riesig erweitert worden Daher zeigt der Nutzholzverbrauch , steigende Tendenz. 1938 betrug er in Deutschland 0 8 Festmeter je Kopf. 7Q Millionen Festmeter jährlich beträgt der normale Hokbedarf Deutschlands. Er ist nicht geringer gevorden, denn noch immer müssen wir mit einer Bevölkerung von 70 Millionen rechnen, aber der Waldbestand ist um ein Viertel verringert worden, weil die großen Überschußgebiete das Ostens fehlen Zudieser Menge kommen der jahrelang aufgestaute dringende große Reparatur- und Ersatrbedarf und die für den Wiederaufbau benötigten Quantitäten. Da unsere Wälder heute einen normalen Zuwachs von etwa 27 bis 30 Millionen Festmeter haben, müßten annähernd 40 MPionen Festmeter importiert werden. Nahezu" ein Viertel dieser Menge könnterj die Ostgebiete planmäßig und ohne Substanzverlust liefern und würden damit zu einer wesentlichen Erleichterung der Situation beitragen.

Deutschland kann nur dann gesunden, wenn sein Wälder wieder vrte früher nachhaltig bewirtschafte werden, wenn also jährlich nicht mehr gefällt wird <ak zuwächst. Ohne ausreichenden Holzimport- ist das unmöglich. Wie aber sollen derartige Holztaengen alljährlich importiert werden? Die Kosten würden sich auf 1 6 bis 2 Milliarden RM belaufen. DieVorbelastung der Handelsbilanz für den Import von Lebensmitteln in einer Höhe von etwa 5 Milliarden RM würde also erneut um 2 Milliarden RM N zunehmen, eine Maßnähme, die außerhalb jeder Diskussion steht. Es muß abetein Weg zur Deckung des deutschen Holzbedarfes gefunden werden, sonst werden aileAnkurbelungsversuche der deutschen Wirtschaft umsonst sein. Ein Industriestaat, dem eine Holzbasis genommen wird und eine neue nicht gegebeft werden kann, ist zum Tode verurteilt.

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