Von Horst Lange

Die nachfolgenden Verse stammen aus einem großen Gedicht, in dem sich der Autor mit den negativen Kräften und Strebungen der gegenwärtigen deutschen Situation auseinanderzusetzen versucht. In der Begegnung zwischen dem toten, in Schlesien gebliebenen Vater und dem Dichter und in der Mahnung, die der Verstorbene dem Lebenden erteilt, wird, über den Schmerz und die Verwirrung des Tages hinaus, ein zeitloser Auftrag erteilt.

Lange bin ich durch Wälder und über die Felder gegangen,

Ferne von hier, doch das Land, wo ich suchte, war öde.

So verheert war das Land, und die Kirchen waren verstümmelt,

Berge schienen verrückt von der Stelle, da sie sich wölbten.

Ja, und der Fluß, fest versiegt, er wollte nicht länger mehr fließen