“Deutschland wird das Herz Europas bleiben, und wenn man es zerschneidet, dann heißt das, daß man Europa ins Herz trifft und Europa krank wird“, so sagte Ministerpräsident Marschall Smuts vor dem südafrikanischen Parlament. Er plädierte für eine Deutschlandlösung auf „ernsthafter. und vernünftiger Grundlage“.

Dr. James K. Pollock, der Sonderberater General Clays, erklärte in Washington, daß die Weltlage so lange unsicher bleiben wird, wie die „unnatürliche“ Lage in Deutschland erhalten bleibt.Er sprach die Hoffnung aus, daß Deutschland in fünf oder zehn Jahren Mitglied der Vereinten Nationen sein werde.

Das Sekretariat der UNESCO plant die Aufnahme der Beziehungen zu Deutschland und Japan. Von den ehemaligen Neutralen soll allein Spanien außerhalb der Tätigkeit der UNESCO gestellt bleiben.

Gegen die von Außenminister Marshall vorgeschlagene Einsetzung eines Ausschusses zur Überprüfung der deutsch-polnischen Grenze wurde in Warschau lebhafter Protest erhoben.

Die Repatriierung der Deutschen aus den polnisch verwalteten Gebieten wird am 20. April wieder aufgenommen, wie die polnische Militärmission in Berlin bekanntgab.

Die zur Zeit in Oxford tagende Liberale Internationale, in der Vertreter aus allen Teilen des britischen Weltreiches und aus allen europäischen Ländern mit Ausnahme Rußlands und Jugoslawiens teilnehmen, formulierte als den Zweck ihrer neuen Weltorganisation, „die allgemeine Anerkennung des Liberalismus in der ganzen Welt zu erreichen und die Bildung einer freien menschlichen Gesellschaft zu fördern, die auf den Grundsätzen der Freiheit und der persönlichen Verantwortung begründet ist“.

Die letzten 400 Angehörigender USA-Besatzungstruppen haben Island, das im Juli 1941 von amerikanischen Truppen besetzt worden war, jetzt verlassen.