Das Schwergewicht der Umsätze lag weiterhin auf dem Rentenmarkt. In Hamburg ist am 15. April eine Neuregelung für die Notierung dieser Werte in Kraft getreten. Der Stoppkurs beträgt in Zukunft für Hypothekenpfandbriefe und Kommunalschuldverschreibungen 106 1/2 v. H., für Industrieschuldverschreibungen 112 v. H. Dank dieser neuen Usance ist das Geschäft für alle Papiere, die den Stoppkurs erreichen, noch geringer geworden. Zum Teil hat die neue Regelung beträchtliche Kursabschläge bewirkt, zum Beispiel für die 4 1/2prozentigen Obligationen der Hamburger Hochbahn von 1938, die bis zum 14. April 117. notierten.

Auf dem Pfandbriefmarkt hat sich das Schwergewicht noch stärker als bisher auf das Gebiet der Ostpfandbriefe verlagert; Der einzige Ostwert, der den neu festgesetzten Stoppkurs erreicht, ist der Pfandbrief der preußischen Landespfandbriefanstalt. Die anderen Ostemissionen erreichen größtenteils nicht einmal den Parikurs.

Der Aktienmarkt verzeichnete wenig Kursänderungen. Erhöhte Nachfrage hatten unter anderem einige bisher vernachlässigte Berliner Werte oder Papiere der Ostzone. Das am höchsten notierte Papier des Hamburger Marktes, die Gutehoffnungshütte, konnte zu 254 zuletzt nicht untergebracht werden.