Die Vollversammlung der Sondertagung der UNO lehnte denarabischen Vorschlag ab, die Schaffung eines selbständigen Palästinas auf die Tagesordnung zu setzen. Der Lenkungsausschuß derUNO hat entschieden, daß ein Vertreter der Jewish Agency gehört werden soll.

Der Sicherheitsrat beschloß bei seinen Beratungen über den Aufnahmeantrag Ungarns, eine Untersuchungskommission nach Ungarn zu entsenden und die Frage der Mitgliedschaft vorerst an den Mitgliederausschuß zu überweisen.

Die vom amerikanischen Senat angenommene Hilfeleistungssumme für vom Krieg zerstörte Länder ist von 350 Millionen auf 200 Millionen Dollar gekürzt worden. Dabei sprach sich das Repräsentantenhaus, gegen eine Unterstützung der Länder aus, deren Regierungen von der Sowjetunion unterstützt werden, wenn die Anwendung der Hilfssummen nicht überwacht wird.

Am 6. Mai beginnt in Montreal die Versammlung der Internationalen Zivilen Luftfährtorganisation. Die Sowjetunion hat bis jetzt keinerlei Zustimmung gegeben, daß sie an der ICAO teilzunehmen wünscht; sie hat sich auch beständig geweigert, an der Einrichtung eines weltumspannenden Luftnotsuch- und Rettungsdienstes mitzuarbeiten. Die verantwortlichen USA-Stellen haben sich endgültig entschlossen, sich der Reservierung eines Sitzes im Verwaltungsrat der Organisation, der auf der Versammlung in Montreal zu wählen ist, für Sowjetrußland zu widersetzen.

Als erste der vier Großmächte hat Großbritannien die ersten fünf Friedensverträge mit Italien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Finnland ratifiziert. In Kraft treten die Verträge erst dann, wenn sie von allen alliierten Mächten ratifiziert worden sind.

Verhandlungen zu einem britisch-tschechoslowakischen Kulturabkommen werden. zur Zeit geführt. DerVertrag dürfte dem britisch-belgischen Abkommen des letzten Jahres ähnlich sein, das einen Austausch von Lehrern. Studenten und Wissenschaftlern vorsieht. Beide Länder verpflichteten sich, ordentliche Lehrstühle für Sprache, Literatur und Geschichte des Partners einzurichten. Auch ein Austausch von Büchern, Kunstausstellungen, Theatervorstellungen, Filmen und Grammophonplatten ist vorgesehen.

Am 7. Mai begann in Paris der Weltpostkongreß unter dem Vorsitz des französischen Staatspräsidenten Auriol. Spanien ist nicht eingeladen worden, da die UNO Spaniens Teilnahme an internationalen Konferenzen verboten hat. Die Kontrollkommission für Deutschland ist vertreten.