Die Verlegung aller bizonalen Ämter der britischen und amerikanischen Zone nach Frankfurt am Main wurde von der britischen und amerikanischen Militärregierung beschlossen. Der Zweck ist, eine engere Zusammenarbeit und die Koordinierung der Wirtschaftsinitiative sicherzustellen.

Die Erzeugung an sogenannten Grenzprodukten der Eisen- und Stahlindustrie in der britischen Zone belief sich im letzten Jahre auf nur 324 412 t gegenüber einer Gesamterzeugung von 1,97 Mill. t im Jahre 1936.

Einen bedeutenden Rückgang hat die Steinkohlenproduktion der britischen Zone im April erfahren. Die tägliche Durchschnittsförderung belief sich im April auf 210 531 t gegenüber 232 652 t im März.

Nach Mitteilung des bizonalen Verwaltungsamtes für Wirtschaft war im Monat März eine allgemeine Produktionszunahme in den Industrien der Doppelzone festzustellen. Die Indexziffer der Industrieproduktion stieg von 27,4 im Februar auf 30,4 im März an (Monatsdurchschnitt 1936 = 100, Oktober 1946 = 38).

Der Leiter der Preiskontrollabteilung der US-Militärregierung in Berlin erklärte, der Tauschhandel mit Verkehrsgütern, Nahrungsmitteln und Rohmaterialien sowie Kompensationsgeschäfte zwischen den Geschäftsfirmen und der Schwarzhandel zwischen Verbrauchern und Zwischenhändlern hätten in Deutschland den Zustand einer „stagnierenden Inflation“ hervorgerufen.

Von den 50 358 t Reparationsgütern, die bis zum 21. März aus der US-Zone abgeliefert wurden, haben die Sowjetunion und Polen 95 v. H. erhalten.

Nach einer Feststellung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin-Dahlem zeigt eine Handelsbilanz aller vier Zonen für das Jahr 1946 einen fast völligen Ausgleich, wenn man die Reparationslieferungen der Sowjetzone als Ausfuhr ansieht und sie mit 300 Mill. RM einsetzt.