Für das laufende Erntejahr ist ein Defizit der Weltweizenversorgung von 5,6 oder 7 Mill. Tonnen berechnet worden. Man bezifferte den verfüglichen Exportüberschuß auf etwa 22 Mill. Tonnen, den Bedarf also auf 27 bis 29 Mill. Tonnen. Dieses Defizit, so wurde immer wieder betont, sei an der unzulänglichen. Versorgung der Bedarfsländer schuld.

Freilich wurde bei dieser Rechnung übersehen, daß in erheblichem Umfange, auch Mais (und in geringerem ’Gerste und Hafer) als „Ersatzbrotfrüchte“ herangezogen werden können.

Jetzt läßt sich einigermaßen genau übersehen, wie die Versorgungslage bei Beginn des neuen Erntejahres sein wird. Zu Beginn des Erntejahres waren die Weizenvorräte der Überschußgebiete auf 7,7 Mill. Tonnen geschätzt. Wäre das „Defizit“ Tatsache geworden, so müßten sie auf rund 1,7 Mill. Tonnen absinken. Sie werden. aber zu Beginn der Erntesaison 9 Mill. Tonnen betragen. So lautet die Schätzung des Fachblattes, der „Corn Trade News“, und das ist ja nun schließlich eine Stelle, der man eine gewisse Sachkenntnis nicht abstreiten kann! G. K.