Die Kohlenausfuhr aus der britischen Zone ist vom Alliierten Kontrollrat in Berlin auf 825 000 t für jede 4-Wochen-Periode des 3. Quartals 1947 festgesetzt worden. In dieser Zahl ist der Kohlenexport nach Österreich nicht "enthalten. Zur Zeit werden infolge des niedrigen Förderstandes nur 87 v. H. der geplanten Mengen exportiert. Die Kohlenzuteilungen für die Vereinigte britischamerikanische Zone werden ebenfalls nur zu 88 v. H. ausgeliefert. Das Moskauer Dreimächteabkommen über die deutsche Kohlenausfuhr wird nach Ansicht des Vertreters der NGCC nicht in Kraft treten können, bevor die in der gleitenden Ausfuhrskala als Grundlage vorgesehene Stein-Kohlenförderung von arbeitstäglich 280 000 t in der britischen und französischen Zone erreicht ist. – In der Frage der Übertragung der Verantwortung für die Kohlenproduktion auf deutsche Stellen ist noch keine Entscheidung gefallen. Über die Kohlenpreise wird zur Zeit verhandelt. Eine Entscheidung ist in Kürze zu erwarten. Seit der Besatzung sind 913 Mill. RM Subventionen an den Ruhrbergbau gezahlt worden. – Außer der laufenden Förderung werden gegenwärtig wegen der schlechten Transportlage täglich nur etwa 8500 t von den Halden abgefahren.