vom 26. Juni bis 2. Juli 1947

Einen außerordentlich, scharfen Angriff gegen die chinesische Regierung richtete nach einer Meldung aus Moskau der Leiter der Propaganda-Abteilung der Kommunistischen Partei in der Sowjetunion Alexandrow. Er warf China vor, den chinesisch-sowjetischen Freundschaftspakt von 1945 beenden zu wollen.

Die chinesische Zentralregierung kündigte einen radikalen Wechsel der chinesischen Außenpolitik gegenüber der Sowjetunion an. China werde seine Rechte, in Port Arthur und Dairen unter Umständen gewaltsam geltend machen, heißt es in einem Kommuniqué des Außenministeriums.

Tschiangkaischek soll im Staatsrat vorgeschlagen haben, die Mandschurei aufzugeben, um alle Kräfte zur Vernichtung des Kommunismus im Inneren zu konzentrieren.

Als Ausdehnung der Truman-Doktrin auf China bezeichnete ein führendes Mitglied der chinesischen Regierung die Ankündigung des amerikanischen Außenministeriums, daß China Waffen und militärische Ausrüstungsgegenstände in den Vereinigten Staaten kaufen dürfe.

Großbritannien sei lebhaft daran interessiert, daß Pakistan und Hindustan umgehend ein Abkommen über die gemeinsame Verteidigung Indiens nach der Räumung durch Großbritannien abschließen, erklärte der Chef des britischen Empire-Generalstabs, Feldmarschall Montgomery.

Die Streitkräfte, die der UNO zur Verfügung gestellt werden sollen; werden auf Wunsch der Ausschußmehrheit 15 Infanteriedivisionen umfassen. Sie sollen durch entsprechende Luft- und Seestreitkräfte verstärkt werden.