Die chinesische Regierung protestierte erneut bei ... den Regierungen der Sowjetunion und der Äußeren Mongolei wegen der Angriffe auf chinesische Stellungen in der nordwestlichen chinesischen Provinz Sinkiang. In einem Kommuniqué des chinesischen Außenministeriums wird der Sowjetunion vorgeworfen, daß sowjetische Flugzeuge die mongolischen Streitkräfte bei ihrer Grenzverletzung unterstützt hätten.

TASS wies die Beschuldigungen der chinesischen Regierung zurück, daß-die Sowjetunion China die Einsetzung einer Zivilverwaltung in Port Arthur und Dairen verweigert habe.

In den Vereinigten Staaten und England werde die Möglichkeit erwogen, Deutschland zur Modernisierung der Ruhrkohlenbergwerke eine Anleihe von mehr als 300 Millionen Dollar zu gewähren, erklärte nach einer U.P.-Meldung General Clay. Eine britische Abordnung werde nach Washington fahren, um das deutsche Ruhrkohlenförderungsproblem mit amerikanischen Regierungsstellen zu erörtern.

Die britische Regierung habe ihre Haltung in der Frage der Verstaatlichung der Kohlenbergwerke in der britischen Zone Deutschlands nicht geändert, erklärte der Staatssekretär im britischen Außenministerium Mayhew.

Ein Gesetzentwurf, der die Bemannung und Führung stillgelegter amerikanischer Liberty-Schiffe mit deutschen und japanischen Mannschaften für Lebensmitteltransporte nach diesen Ländern ermöglicht, wurde vom amerikanischen Kriegsminister Patterson beim Kongreß eingebracht.

Der französische Staatspräsident Auriol erklärte, daß Frankreich nicht auf sein Recht auf Reparationen verzichten werde.

Auf dem Parteitag der LPD der Ostzone in Eisenach wurde Dr. Wilhelm Kuelz gegen die Stimmen des Berliner Landesverbandes zum ersten Vorsitzenden wiedergewählt. Die Berliner hatten, die bisherige Politik der Parteileitung kritisiert. Der Vorsitzende der LDP in Berlin erklärte nach dem Parteitag vor Pressevertretern: „Wir möchten nicht, daß die LDP Gefahr läuft, berechtigterweise der „rechte Flügel der SED“ genannt zu werden.“