Der erste Spielfilm aus Australien. Nicht die zum ersten Male vor der Kamera stehenden australischen Filmstars, sondern tausend Rinder und Pferde und das Land-selbst spielen die Hauptrolle. Ein breites Epos, das mit der drohenden japanischen Invasion im Norden Australiens beginnt und von den gefahrvollen entbehrungsreichen Trecks erzählt, in denen die wertvollen Viehherden in Massen über eine Entfernung von vielen hundert Kilometern die der Grenzenlosigkeit und dünnen Besiedlung des Kontinents entspricht, nach Süden getrieben werden.

Der besondere Wert des Films, den der erfahrene englische Regisseur Henry Watt wirkungsvoll pointierte, liegt darin, daß er die Bekanntschaft des Landes und eines unbekümmerten, sportlichen, gutausteilenden Menschenschlages amerikanischer Prägung eindringlich vermittelt. Unterstützt wird dies durch eine einfache Handlung und durch den Reiz einer Abenteuerlichkeit in der grandiosen Natur, die den früher mit Eifer verschlungenen Jugendlichen Reise- und Abenteuerbüchern entspricht. Nach der Berliner Aufführung lief der sehenswerte Film „Das große Treiben“ (The Overlanders) jetzt auch in Hamburg (Waterloo) an.

Erika Müller