Die Fraktion der Labour Party billigte einstimmig die von Premierminister Attlee bekanntgegebenen Maßnahmen zur Überwindung der britischen Wirtschaftskrise, die eine Herabsetzung der britischen Streitkräfte einschließen.

"Ungeheure Summen von Geld", erklärte Winston Churchill auf einer Versammlung in Blenheim-Palace, "wurden und werden in die britische Zone gepumpt und das einzige Ergebnis ist ständig wachsende Unzufriedenheit. Statt den Deutschen die Verantwortung für die Verwaltung ihrer Angelegenheiten zu übertragen und ihnen dabei von Zeit zu Zeit die Hilfe zu gewähren, die wir geben können, haben Wir unseren Sieg dazu benutzt, Ihnen eine äußerst mangelhafte Verwaltung aufzuerlegen."

"Die Spaltung Deutschlands in eine östliche und eine westliche Sphäre", erklärte der konservative. Abgeordnete MacMillan im Unterhaus, "sei bereits eine vollendete Tatsache. Großbritannien dürfe sich nicht zurückziehen oder den Alliierten Kontrollrat in Berlin aufgeben, aber es sei nötig, die britische, amerikanische und französische Zone zu einem leistungsfähigen Ganzen zu verschmelzen."

In seiner Antwort auf die Kritik der Opposition erklärte Außenminister Bevin im Unterhaus, "daß er im November auf der Tagung des Rats der Außenminister in London äußerste und letzte Anstrengungen machen würde, um die Frage der deutschen Einheit zu klären." Er führte weiter aus, Großbritannien wolle in Deutschland "Schritt für Schritt eine Entwicklung fördern, bis schließlich eine richtige deutsche Regierung im Amt ist, mit der wir verhandeln können. Bis zu diesem Ziel liegt noch ein langer Weg vor uns, aber wir werden es mit der Zeit erreichen."

Die drei Juden, die wegen terroristischer Akte In Palästina zum Tode verurteilt worden waren, wurden am 29. Juli gehängt. Daraufhin machte die Irgun Zvai Leumi ihre Drohung wahr und erhängte zwei von ihr entführte britische Sergeanten.

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Angebliche Beweise dafür, daß der japanische Kaiser Hirohito unmittelbar und allein für die Japanische Kriegserklärung an Großbritannien und die Vereinigten Staaten verantwortlich gewesen Sei, Wurden von einem maßgebenden Mitglied des Internationalen Militärgerichtshofes für den Fernen Osten dem australischen Außenminister Dr. Evatt unterbreitet.