Aaf o jedem industriellen Betrieb spielt der Antrieb der Maschinen, je nach der Art der Fabrikation, eine mehr oder weniger bedeutungsvolle Rolle. Von der Zweckmäßigkeit der Antriebe hängt in hohem Maße die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens ab.

Vor einigen Jahrzehnten war der Transmissionsantrieb vorherrschend. Der Antrieb erfolgte meistens von einer Dampfmaschine und später nach dem Aufblühen der Elektroindustrie, vielfach auch von einem Elektromotor. In den Jahren nach dem ersten Weltkrieg setzte sich dann nach bereits vorangegangener Aufteilung der Gesamtantriebe in Gruppenantriebe der Einzelantrieb immer mehr durch. In dieser Richtung ging die Entwicklung noch weiter, und zwar dergestalt, daß z. B für jeden Bewegungsvorgang an einer Werkzeugmaschine ein eigener Elektromotor vorgesehen wurde Während der Gesamtantrieb besonders in größeren Werken kaum noch "anzutreffen ist, hat sich der Gruppenantrieb bis auf den heutigen Tag in verschiedenen Industriezweigen gehalten. Untersuchungen haben ergeben, daß im allgemeinen de: Gruppenantrieb wirtschaftliche irbeicef als der Einzelantrieb. Wenn trotzdem des Einzelantneb vielfach vorgezogen ird, so ist dei Grund wohl in seiner guten Anpassungsfähigkeit hinsicJiihd der Leistung, der Drehzahl uäd der RegyiieibasIceit zu suchen. Die Leerlaufxerlustf Sassen :id; bei ihm nahezu vollkommen enaeidea. DiiichDr uckknopfachaltnngen können die Maschinen von verschiedenem Arbeitestellen aus bequem bediene werden. Der Werksplaner ist nicht bei der Aufstellung der Maschinen mit Einzelbetrieb wie bei Jen Gruppenantrieben an einen bestimmten ?lai z oder an eine bestimmte Richtung gebunden.

Die Dampfmaschine wurde bei der geschilderten Entwicklung von dem Elektromotor der sich auch in kleineren Einheiten rentabel gestaltet) ließ, immer mehr verdrängt. An Stelle des früher verwendeten Gleichstrommotors trat fotz dessen guter Regulierbarkeit nach und nach der Diebstrommotot. Dieser ist als sögcnanntet Kurzschlußläufer wesentlich einfacher im Aufbau als der Gleichstrommotor. Fernei läßt sich der Wediseloder Drehstrom durch Transformatoren auf ejue hohe Spannung umformen Dadurch werden bei Fernübertragungen infolge des bei hochgespannten Ströme erforderliehen geringeren LeitungsquerSchnittes erhebliche Materialeinsparungen erzielt. Neben dem altbewährten Flachriemen bat in den letzten lahren auch der Keilriemen viel Eingang gefunden. Riementriebe haben den nicht zu unterschätzenden Vorteil einer elastischen Kraftübertragung. Dadurch werden evtl auftretende Stöße und Schwingungen von der Arbeitsmaschme ferngehalten. Ein einwandfreies Oberflächenbild bei Feinstbearbeitung ermöglicht nur der Riementrieb Bei Kraftübertragungen durch Zahnräder sind an Stelle der früher durchweg aufgestellten offenen Zahnradvorgelegen geschlossene Präzisioosgetiiebe mit Stirn- und Kegelrädern getreten. Es ist heute ebenfalls möglich hochwertige Schneckengetriebe, die sich auch zur Übertragung größerer Leistungen eignen, mit einem Wirkungsgrad bis zu- 97 v H. herzustellen Eine schlupffreie Kraftübertragung gestatter auch der Kettentrieb Bei ihm ist de> Antriebsplaner nicht wie bei Zahnradgetrieben a bestimmte Achseuabstbade gebunden B. A,