England hat dagegen noch heute das Mittel inder Hand, dem Unheil zu steuern. Es verfügt in seinem Empire über einen Reichtum hochwertiger tropischer Wälder, demgegenüber der deutsche Waldbestand einen verschwindenden Bruchteil darstellt; Deutsche Forstleute sind freudig bereit, an einer planmäßigen, fachmännisch durchdachten Ausnutzung dieser Wälder, die sich vor Kahlschlägen hütet und den Wald nach dem sogenannten Dauerwaldprinzip durchforstet und erhält, jederzeit für England, mitzuarbeiten. Sicherlich bieten die verkehrstechnischen Fragen gerade in der Wildnis und Entlegenheit der Tropen, zusammen mit arbeitstechnischen und hygienischen Problemen, eine große Schwierigkeit. Es ist. aber zweifellos lohnender, sich für deren Überwindung einzusetzen, als eine Entwicklung fortzusetzen, die in Mitteleuropa mit der Gefahr der Versteppung eine neue Elendsquelle schaffen würde. Wenn auch der Naturfreund nur mit Schmerz daran zu denken vermag, daß auch die Stille. des tropischen Urwaldes dann widerklingen wird vom Hallen europäischer Äxte.

Für die Besatzungspolitik in Deutschland ergäbe sich die Notwendigkeit, sowohl produktions- wie transport- und verteilungsmäßig nunmehr den Hausbrand durch Kohle zu sichern und damit einer Waldverwüstung durch den wilden Einschlag der Zivilbevölkerung vorzubeugen, der in den letzten beiden Wintern die übrigen Waldverluste oft noch in den Schatten stellte.