In tief durchgeistigter Besinnung erneuert Marie-Luise Kaschnitz althellenische Sagen und Sinnbilder in ihren "Griechischen Mythen" (bei Claassen & Goverts, Hamburg), darin Bellorophontes und Hephaistos, Perseus und Jason, Medea und Demeter, Niobe und die Dioskuren, Theseus und Odysseus, Marpessa und Dido, Chiron und Philemon und Baukis kundig beschworen sind. Als Leitmotiv des luziden Bandes erweist sich die Wechselbeziehung zwischen dem Hinaufstreben "zur reinsten Unsterblichkeit" und dem "Mutterschoß der Höhle": "Selbst die Götter dürsten nach den Geheimnissen der unteren Welt." -ai-