In Stuttgart, wird der Versuch unternommen, fabrikmäßig gebaute Häuser als für Deutschland neuen Exportartikel populär zu machen. Jeder ernsthafte Versuch, den Export anzukurbeln, wie dieser, ist zu begrüßen. Wenn man auf diesem Gebiet auch kaum über das Verauchsstadium hinaus ist, so sind doch Ansätze eines Wirtschaftsgeistes vorhanden, der an beste alte Tradition anknüpft.

Unter Berücksichtigung unserer prekären Rohstofflage kommen nur mangelstoffsparende Bauweisen zur Verwendung. Der Vorteil, Bauarbeiter bei unserem notorischen Arbeitskräftemangel durch Fabrikarbeit am laufenden Band – Zukunftsmusik einzusparen, verdient Beachtung. Ferner ist nicht zu vergessen, daß in absehbarer Zeit das Stadium erreicht ist, da nach Wiederherstellung der gering beschädigten Häuser der Materialeinsatz zum Ausbau stark beschädigten Wohnraums, und zum Bau neuer Häuser, fast gleich ist. In die Bauplanung ist demnach schon jetzt jede neue Anregung einzubeziehen. –

Eine Frage liegt auf der Hand: warum Fertighausexport, wenn wir selbst unter dem stärksten Wohnraummangel der Erde leiden? Die Initiatoren der Ausstellung, die im Rahmen der Stuttgarter Schau "Export schafft Brot" in Zuffenhausen stattfindet, gehen von der Überlegung aus, daß Deutschland neue Wege gehen muß, um ernsthafte nicht konjunkturbedingte Exportangebote aus dem Aus-, land zu erhalten. Da der Industrieplan der arbeitsintensiven Fertighausproduktion keine Beschränkungen auferlegt, sieht man hier einen Weg, um die Ausfuhrlücke zu schließen, die durch Demontagen, Produktions- und Exportverbote entstanden ist. W-n