DIE ZEIT

Vor dem Parteitag der SED

Kritik als Motor der Parteiarbeit“ – so und ähnlich lauten die Überschriften und der Tenor der Artikel der SED-Provinzpresse zum Parteitag, der vom 20.

Märchen und Wirklichkeit

Man ist zunächst überrascht, wenn man erfährt, daß es in unserem sachlichen Zeitalter noch wandernde, Märchenerzähler gibt – doch geht dies aus einer Notiz, der „Neuen Zeitung“ eindeutig hervor.

Der Fall Petkoff

In Sofia hat ein Gericht den Führer der Opposition und der Bauernpartei, Nikola Petkoff, zum Tode durch den Strang verurteilt.

WOCHENÜBERSICHT

Derstellvertretendebritische Premierminister Herbert Morrison erklärte in einer Rundfunkansprache dem britischen Volk, es arbeite nicht hart und schnell genug, um einen wirtschaftlichen Zusammenbruch zu vermeiden.

Die Messe an der Leine

So sind die Deutschen!" meinte der Gast aus Holland, der nicht versäumte, das schlanke, hochgewölbte Brücklein probeweise zu betreten, welches ihn sosehr in Erstaunen versetzt hatte.

Lawrenti Beria

Er sei in Berlin gewesen, so raunen es sich die politisch Informierten in der Stadt zu, die alles erfährt, und der sich so vieles verbirgt.

Order von Lyon

Der Parteitag der französischen Sozialisten in Lyon hat dem linken Flügel der Partei unter ihrem Generalsekretär Guy Mollet ein eindeutiges Übergewicht gebracht.

Schöpferische Lösung?

Während alle Parteien über die Notwendigkeit einer Neuordnung einig sind, geben die vorgeschlagenen Lösungen weit auseinander, bedürfen auch in entscheidenden Punkten noch der Klärung.

Oberschule auf dem Dorfe

Zusamnienbradt tat uns auf allen Gebieten. ganz neue Probleroe gestellt, die nicht, in den Gleisen bisherigen Denkens zu lösen sind.

Die CDU: Arnold

Antwort: Sozialisierung ist ein technischer, von Karl Marx geprägter Ausdruck. Er bedeutet die Überführung der Wirtschaft in die Hand des Staates, und nur eine solche Maßnahme sollte daher „Sozialisierung“ genannt werden.

Der Sozialist: Nölting

Fragt: Die Regierungserklärung Vom 17. Juni 1947 sieht die Überführung "verschiedener Industrien 3es Landes Nördrheih Westfalen „in die Gemeia wirtsdiaft" vor. Weiche industriell sind nach ihrer. Meinung.

Opposition: Blücher

„Frage Warum hat sich die FDP nicht am Kabinett, des Landes N ordrheinrWestfsIeB beteiligt? ; Ant

Gedanken zur Reisezeit

Sich erholen heißt: einen Ausgleich herstellen, sich in einen anderen, möglichst in den entgegengesetzten Zustand versetzen, als der augenblickliche es ist, oder der gewohnte es war.

Bild des modernen Künstlers

Es ist nützlich, die Frage nach dem Bild vom künstlerischen Menschen in heutiger Zeit zu stellen, weil der Künstler die besondere Art der allgemeinen Lebensregungen zusammengefaßt und in sinnbildlicher Erhöhung verkörpert.

Der Weg ins Wunderland

Lloyd H. Greenwood, Leutnant der amerikanischen Luftwaffe, verlor 1944 bei einem Luftangriff auf österreichisches Gebiet das Augenlicht.

HERMANN – BROCH:: Tod des Vergil

Der Österreicher Hermann Broch, der 1938 vor der Hitlerschen Invasion nach Amerika flüchtete, lebt heute als amerikanischer Staatsbürger in den USA.

Schwäne in Konstanz

Wir sitzen in der Mittagssonne auf einer Bank in Konstanz am Hafen. Im Hafenbassin tummeln sich die Schwäne Sie schwimmen. – wenn es, mir.

Hamlet und der Chemiker

Wir armen Sterblichen, die an den Sitten der alten Zeiten hängen, haben es schwer mit unseren Verdüsterungen. Sie fallen über uns her wie ein Bienenvolk, das um sein Gehäuse schwärmt, sie stechen, und zwicken uns und dann schwillt unser seelischer Nacken an, bis der Kragen ihn nicht mehr faßt.

„Aus dem Leben gegriffen“

Es hat einem doch ziemlich die Sprache verschlagen. Auch nachdem die schmerzenden Gesichtszüge sich von dem Gelächter erholt haben, bleibt es vorerst beim Kopfschütteln.

Ein Tisch mit Büchern

Dem Autor der „Gesellschaft vom Dachboden“ hat man mehrfach das Prädikat eines Romantikers zugesprochen. Romantisch aber lassen sich allenfalls Kreuders Stilmittel nennen, das Phantastisch-Gespenstische des Vortrags und die Vielschichtigkeit des Assoziativen.

Was kam denn da ins Haus?

Oft wirkt der Zeitenlauf wie ein Papierkorb, und manchmal gleichen die Historiker Leuten, die gerne in Papierkörben wühlen. Mehr als hundertKomödien Lope de Vegas sind schon im Zeitenschoß untergegangen, aber ein halbes Dutzend haben die Historiker wieder aus dem Papierkorb herausgeholt (und es ist möglich, daß weitere Kramerei Erfolg hätte) Eine Komödie de Vegas – die seit langem erfolgreichste – heißt: „Was kam denn da ins Haus?“ Und man spürt die 300 Jahre nicht, die dieses, von spanischem Feuer erfüllte Spiel alt ist.

Notizen

Professor Walter Gropius, der im Auftrage des amerikanischen Kriegsministeriums von den Vereinigten Staaten nach Deutschland gekommen ist, weilt seit einigen Tagen in Frankfurt a.

„Besser heute...“

Professor Sauermann, der Währungsfachmann der Frankfurter Universität, der als Gutachter mit dem Finanzberater des USA-Mil.-Gov.

Russlands Arbeitspotential

In seiner Rede vor den Wählern in Moskau am9. Februar 1946 hat Stalin die Richtlinien der Planung für die nächsten anderthalb Jahrzehnte (1946–1960) entwickelt; In Fortführung der bisherigen drei Fünfjahrespläne forderte er „die Organisierung eines neuen machtvollen Aufschwungs der Volkswirtschaft, der uns die Möglichkeit bieten würde, den Stand unserer Industrie im Vergleich zum Vorkriegsstand (1940) etwa auf das Dreifache zu heben,“ Nur unter diesen Bedingungen könne man, sagte Stalin, damit rechnen, die Sowjetunion gegen „jegliche Zufälle“ von außen zu sichern.

Bremsklötze weg!

Die Bewirtschaftung bricht zusammen. Kompensationsgeschäfte, Schwarzer Markt und Korruption überwuchern den regulären Wirt? schaftsablauf.

Goldschmiede heute und morgen

Wie kommt es, daß in einer weltweiten Störung der politischen und wirtschaftlichen Stabilität auch bei den am stärksten davon betroffenen Völkern das Interesse für scheinbar überflüssige Dinge, wie Mode, Kunst Theater, Schmuck – in dergleichen, unentwegt lebendig ist? Warum hat das deutsche Volk, trotz desjähen Sturzes, immer noch Zeit und Muße, sich mit Dingen zu befassen, die außerhalb der täglichen Notdurft liegen? Wie ist es möglich, nachdem man seit 1933 die Kunst in den Dienst einer einseitigen Propaganda gestellt hat, daß wir heute mit gesteigerter Inbrunst auf die neuen Erscheinungen eben dieser Kunst warten? – Ist der Geschichte der Völker läßt sich diese Entwicklung oft beobachten und immer wieder zu der Feststellung verdichten, daß gerade in Zeiten bitterster Not; der Mensch im gleichen Maß eines seelischen Auftriebs bedarf, wie er der Erhaltung seiner körperlichen Substanz einen Großteil seiner Energie zuwenden muß.

Nochmals: die GMBH.

Landgerichtsrat Schleusner, zur Zeit Rechtsauskunftsstelle Eselsheide, schreibt: „Die GmbH & Co ist nicht etwa ein- erst jetzt eittstajidenes Gebilde des Handelsrechtes.

Kurze Wirtschaftsmeldungen

Infolge der anhaltenden Dürre muß mit geringeren Ernteerträgen, als die Schätzungen vorsahen, gerechnet werden. Ernsthafte Schätzungen der endgültigen landwirtschaftlichen Produktion sind noch nicht möglich.

Gekoppelter Import

In den Verhandlungen über die Belebung des deutschen Exports ist von den Vertretern der Wirtschaft wie der deutschen Behörden immer wieder betont worden, daß neben den bekannten Schwierigkeiten – Mangel an Kohle, Energie, Eisen, Arbeitskräften usw.

Zukunftsreiche Märkte des Fernen Ostens

Die Entwicklung des neuen deutschen Außenhandels hängt nicht nur von der Wiederherstellung unserer früheren industriellen Leistungsfähigkeit ab und von der Freimachung der für uns immer noch behinderten internationalen Handelswege: sie ist auch abhängig von der Aufnahmefähigkeit unserer Abnehmerländer.

Die Finanzierung des Außenhandels

Vor kurzem haben die Chefs der für die Behandlungwirtschaftlicher Fragen in den vereinigten Westzonen zuständigen alliierten Stellen, der Wirtschaftsberater des amerikanischen Militärgouverneurs General Draper und der Leiter der Wirtschaftsabteilung in der britischen Kontrollkommission, Sir Cecil Weir gemeinsam über den britischen Rundfunk einen Appell an die Welt gerichtet, den deutschen Export zu unterstützen: Die Welt müsse erkennen, so wurde gesagt, daß ein Wiederaufbau Europas ohne Deutschland unmöglich sei, daß aber lediglich ein stärkerer Außenhandel die deutsche Wirtschaft wieder auf eigene Füße stellen könne.

Kunstseide: ein Aktivposten

Wenn wir uns heute mit dem Exportproblem befassen, so sollten wir von vornherein diese Frage nicht als eine solche des Tages ansehen, sondern sie im Hinblick auf den Dauererfolg betrachten, dem wir aus dem Export haben wollen.

Ausfuhrplan der Kautschuk-Industrie

Die Verwirklichung dieses Exportplanes würde bedeuten, daß der Export von-allgemeinen Kautschukwaren – unter Berücksichtigung einer Preiserhöhung von durchschnittlich 100 v.

Farbige Probleme

Die Ausschaltung der deutschen Farbenchemie vom Weltmarkt hat trotz aller Versuche der ausländischen Konkurrenz, der entstandenen Versorgungslücke durch die Errichtung neuer und den Ausbau vorhandener Anlagen zu begegnen, einen fühlbaren Farbmangel ausgelöst, von dem vor allem die Textilindustrie in fast allen Ländern betroffen wird.

Bekleidungsindustrie im Export

Man kann wohl sagen, daß bis zum heutigen Tage alle nur denkbaren Anstrengungen gesucht worden sind, um den Bann der Erstarrung, unter dem der Außenhandel Deutschlands leidet, zu lösen.

Die Chance der Chemie

Die chemische Industrie hat in der Vergangenheit eine führende Rolle in der deutschen Gesamtausfuhr eingenommen. Ihr Ausfuhrwert betrug, in den letzten Vorkriegsjahren im Durchschnitt 800 Mill.

Elektrotechnik bleibt „gefragt“

Den gleichen Hemmnissen und Schwierigkeiten wie sie für fast jeden anderen am Export interessierten Wirtschaftszweig heute vorliegen, sieht sich naturgemäß auch die deutsche Elektroindustrie gegenüber.

Demontagen oder Export?

Selten ist die vielfältige Verpflechtung aller Industriezweige und Industrie-Unternehmungen miteinander so deutlich geworden wie bei der Durchführung.

Wie Argentinien den Außenhandel reguliert

Die Deutsch-Südamerikanische Bank A.G., Zweigniederlassung Hamburg, veröffentlicht jetzt wieder regelmäßig ihren ausgezeichneten „Wirtschaftsbericht Süd- und Mittelamerika“.

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