DieTagesförderungen im Kohlenbergbau des Ruhrgebiets haben erstmalig seit Kriegsende de 240 000-t-Grenze überschritten.

Infolge der anhaltenden Dürre muß mit geringeren Ernteerträgen, als die Schätzungen vorsahen, gerechnet werden. Ernsthafte Schätzungen der endgültigen landwirtschaftlichen Produktion sind noch nicht möglich.

Aus der diesjährigen amerikanischen Baumwollernte, die auf 11,8 Mill. Ballen veranschlagt wird (3,2 Mill. Ballen mehr als im Vorjahr), sollen die Westzonen Deutschlands 175.000 Ballen erhalten. Die Einfuhr wird durch Privatfirmen in Gemeinschaft mit der US-Export-Importbank ohne direkte Beteiligung der amerikanischen Regierung in die Wege geleitet werden.

Im Rahmen des Punktsystems für den Ruhrbergbau hat VAW Minden 500 000 Dollar zum Ankauf von griechischem Tabak bereitgestellt. Die Zustimmung der Kontrollkommission steht noch aus, aber da der Sonderbeauftragte der amerikanischen Regierung in Athen zugunsten einer Tabakeinfuhr aus Griechenland, intervenierte, glaubt VAW Minden schließen zu können, daß in Deutschland Tabak nicht mehr ausschließlich als Luxus und damit als überflüssig von den Besatzungsbehörden angesehen werde.

Die Helligenanlage von 300 m Länge und 58 in Höhe der AG. „Weser“, Bremen, wird zugunsten der Sowjetunion demontiert.

Die Demontagekosten sind höher als die buchmäßigen Werte derIndustrieanlagen, die demontiert werden. So kostet der Abbaubei Krupp 19,5 Mill. RM bei einem Buchwert der zu demontierenden Betriebseinrichtungen von 9,5 Mill. R M. Bei der Schieß AG. belaufen sich die Demontagekosten auf 18,6 Mill. RM bei einem Buchwert der Anlagen von 12,49 Mill. RM.

Die Anweisung der JEIA zur „Einfuhrbewilligung für Ausfuhrproduktion“ trat mit dem 18. August in Kraft. Danach beschränkt sich die Einfuhr auf Rohstoffe und Halberzeugnisse der Kategorie 3, wenn diese zur Produktion von zum Export bestimmten Waren verwandt werden, JEIA behält sich jedoch den zentralen Einkauf von Kohle, Papierzellstoff, Lebensmitteln, Düngemitteln, Saatgut, Treib- und Schmierstoffen, Jute, Holz, Kautschuk, Kork, Kupfer, Aluminium und Zinn vor. Ferner nimmt JEIA Salz, Rohgips, Sand, Kies, Farbstoffe, Eisen, Stahl, Zink, Blei, Kali Kalk von der Einfuhr aus, da diese Rohstoffe in Deutschland ausreichend vorhanden seien. Deutsche Firmen dürfen nur Anträge auf solche Mengen stellen, die innerhalb von neun Monaten verarbeitet werden können.