Professor Walter Gropius, der im Auftrage des amerikanischen Kriegsministeriums von den Vereinigten Staaten nach Deutschland gekommen ist, weilt seit einigen Tagen in Frankfurt a. M. Der Auftrag des früheren Leiters des Bauhauses Dessau erstreckt sich besonders auf die baulichen Entwicklungsmöglichkeiten Frankfurts. Professor Gropius wird als Ergebnis seines Deutschlandbesuches einen sammenfassenden Bericht über die Bauprobleme der amerikanischen Besatzungszone an General Clay erstatten.

Im Gebäude der Universität Heidelberg wurde eine Kollektivausstellung der Werke des Hamburger Malers Professor Cesar Klein eröffnet. Zur selben Zeit findet in London in der Leicester Galerie eine Ausstellung von Werken des Künstlers statt. Cesar Klein dürfte damit der erste deutsche Künstler sein, dessen Arbeiten in England gezeigt werden. *

Die Evangelische Akademie in Herrmannsburg bei Hannover hält in der Zeit vom 15. bis 20. September ihre zweite Freizeit unter dem Leitgedanken „Macht und Geheimnis des Wortes“ ab. Es werden Pastor D. Niemöller, Professor Fritz Dehn-Berlin, Walter Dirks-Frankfurt, Dr. Michelfelder-Gent. Pastor Visser t’Hooft-Genf und Landesbischof D Dr. Lilje-Hannover sprechen. Die Geschäftsstelle der Akademie befindet sich in Hannover, Hubertusstraße 4.

Ein evangelischer Mönchsorden ist nach einer Mitteilung des „Überblick“ durch etwa protestantische Laien und Theologen gegründet worden. Sie kauften eine Mühle in der Nähe von Marburg und bezogen sie nach Einbau von Einzelzellen als Kloster, wo auch Freizeiten für Außenstehende veranstaltet werden.

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Der Nachfolger des bekannten S. Fischer Verlages, Berlin, der Surkamp-Verlag, wird, ähnlich den Ro-Ro-Ro-Büchern einige größere Verlagswerke im Rotationsdruck herausbringen. Unter anderem sollen folgende Bücher erscheinen: Stefan Zweig: „Sternstunden der Menschheit“, Wendell Thomas Mann: „Josef der Ernährer“ und „Ausgewählte Erzählungen“; Franz Werfel: „Das Lied von Bernadotie“; Willkle: „Unheilbare Welt“: Hemingway: „Wem die Stunde schlägt“.

Unter den Trümmern der Johanniskirche in Leipzig blieb die Gruft mit den Särgen von Johann Sebastian Bach und Christian Fürchtegott Gellert erhalten. Es wird nunmehr erwogen, den Sarkophag mit den sterblichen Überresten Bachs in die unzerstörte Thomaskirche, seine Hauptwirkungsstätte, zu überführen Die Entscheidung über die endgültige Ruhestätte steht noch aus.