Zusamnienbradt tat uns auf allen Gebieten. ganz neue Probleroe gestellt, die nicht, in den Gleisen bisherigen Denkens zu lösen sind. So Ist auch im Schulwesen, durch die Ostvertriebenen die die Dörfer Mfci, eine neue Lage geschaffen , Die Fimge, ob es in der Vergangenheit richtig war, <JM höhere Schulwesen an die Städte zu binden, ei nächst beiseite gelassen; in der Gegenwart jedenfalls und für eine übersehbare Zukunft niuß ite höhere Schule dem. Land nalierrücken. Wenn Idiss aich t geschieht, so wird bei- denjenigen ICiacfetn der, Ostyertriebenen, die schon in ihrer Heim it höhere Schulen besucht haben eine- Fort getznag ihrer Ausbilduag unmöglich- sein ;- denn beiden- oft großen Entfernungenbis zut nächsten, fetari einen Besuch der städtischen Ober- Schulen, von ihrem jeweiligen Wohnsitz, aus gar tticht zu denken: Eine Unterbringung der Kinder In der. Stadtist aber einfach deshalb unmöglich, im allgemeinen den Eltern die" Mittel hierzu and im übrigen der erforderliche Wohnraum ftar nicht vorhanden ist. Schließlich ist auch iclit tu älsersehea, daß diese seit Jahren hin und Ker letetobcnen, h eute heimatlos gewordenen Familien Wanscli haben, beieinander zu- bleiben und fleh sieht wieder EU trennen So besteht die Gefahr "- daß bereite erworbenes geistig Gut durch die vorzeitige Beendigung" des alt! Ausbildungeweges und die Umschulung in dieyolksschulfr wieder verlorengeht Aber auch v o sich nicht um", ente Fortsetzung, sondernum ;?en Anfang handelt liegt im Aiisfall der höheren S Auftildung für viele Ostvertriebene zumindest e ä arges Versäumnis.

; Gewiß ist für eine Fülle.

ertyoller Berufe eine höhere Schulbildung gar dät erforderlich, wenn aber eine besondere l;:Hing vorließ sollte gerade ein zusammen gewpciienee Volk"alles tun um dieses potentielle Kapital aützbar zu machen Es solldarum hier einmal, an: dem. Beispiel des schleswig holsteiaischen Dorfes SaftdesnebeK gezeigt werden"wie unter Umständen Schwierigkeiten ans eigener"Kraft ohne zusätzliche. Mittel überwunden werden können. Dag. Dorf hat- 400 Siämmeinwohner und 500Vertriebene Die nächste Stadt mit höberer Schule ;- liegt 25- km entfernt ohne" Bahn- oderTegelmäßige Autobosverbindung; L!0ter dem Zwang dieser Lage hat das Dorf schon lange, ein eigenständiges Leben- entwickelt. F ür ein Kirchspiel von zehn Gemeinden, ist es zum wirtschaftlichen Mittelpunkt geworden Außer Schmied, Stellmacher, Tischler, Bäcker Schlächter Sattler, Maler, Schneider, Schuster finden- wirdort ein Kaufhaus, drei Kolonialwarenhandlungeri, einen Manufakturen" "laden, eine Fahrrad and eine Radioweiibtstt, eine SdiwelSerei, eine Papierhandlung, eir en Friseur, eine Drogerie und sogar zwei Uhrmacher und eine Leihbücherei, nicht zu vergessen drei Gaststätten (früher waren es deren fünf ) Selten wirdnian ineinem so kleinen Ort eine" soldie Konzentration wirtschaftlichen Lebens- finden. So war Sandes neben vielleicht besondere beruf eü, auch im Schulwesen eine Lösung zu" finden, die den besondere Bedürfnissen stadtferaer. Gebiete Rechiang" trägt. Zunächst wurde es mit Privatstunden in Englisch- und Mathematik versucht, die der junge, von der Berufung seines. Amtes erfüllte Lehrerneben dem Volksschuluriterricht besonders begabten Kindern gab. Der Pastor ,half mit Latein- aus. Gleichzeitig wurden in der Volkssdiule, die An Forderungen so stark angespannt, wie es- die Rücksicht "auf die Minderbegabten Kinder ntir irgend suließ. So wurden in den Volkssehulfädiern Höchstleistungen erreicht, und es wurde zugleich dafür gesorgt, daß dort, w o sdion Wissensstoffaus der Oberschule vorlag, dieser nicht vsrloreaging und neuer — vor allem Latein Englisch, Mathe matik — hinzugefügt wurde.

Aberdies war kein Zustand, dem man "Dauer "Wünschen- konnte. Es, fehlte die Geschlossenheit der Ausbildung. Auch bestand, die Gefahr, daö mit Rücksicht aaf die Mincferbegabten die Leistungsfähigkeit der. Obetschüler nicht voll ausgeschöpft werden könnte oder, anders ausgedrückt in der StpffauswaKl zu stärke ; Rücksicht auf die Minderbegabten genommen werden mußte. So erwies es sichals notwendig, eigensObersdaul klassen z u bilden " ; Zähes Bemühen desLehrers und der Elternschaft räumten die. Schwierigkeiten aus dem Wege. Die , Volksschule "bestand- aus zwei Klassen mit- zwei feehrkräften Im Hinblick auf die durch den Fluchtlingszustrom stark angewachsene Kinderzahl war jedoch die Einstellung einer dritte Lehrkraft nptwendig geworden. Alle drei Lehrkräfte "waren geeignet auch in den unteren Klassen einer Ober schule zu unterrichten Main beschränkte sich zunächstauf die : Klassen Sexta bis Quarta. Der Pastor, übernahm ;denLateJhunterricht Auf°diese Art wurden von, den vorhandenen Lehrkräften insgesamt 50 Stunden für die Oberschule übernommen, und zwat durch den Schulleiter üad den, zweiten Lehrer je 20 Stunden, während der dritte Lehrer und der Pastor j sechs Stunden erteilten , Die Raumfrage war schwer zu lösen; an half sich mit verschiedenen nebeneinanderlaufenden " Maßnahmen. Die Stunde von 12 bis 13 Uhr, zu der die Volksschule bereits geschlossen ist, wird nodi für die Oberschule ausgenutzt, der dann drei Klassenräume zur Verfügung stehen. Ein vierter " Raum ;wird aushilfsweise im "nahegelegenen Gasthof in. Anspruch genommen. In eiiiigeij" Fächern ((eligionBiologie, Zeichnen und Musik)- werden mehrere Klassen zusammengenommen, und de! Unterricht wird in Form des Abteilungsunterrichts der Volksschulegegeben " Hier kommt die reiche Erfahrung des Landlehrersmit seiner zweitklassigen- Schule der neuen Arbe it zugute Aue erfordert alierdings ein kluges Disponieren und einen großen persönlichen Einsatz, der Lehrkräfte, Die EinStellung eines vierten Lehrers steht, bevor; wenndies erfolgt ist, werden Unter- und Obertertiaaufgestockt. ; Der Erfolg ist beachtlich:- 37- Jungens, und 31 Mädchen aus neun Dörfern besuchen die Oberschule; die beteiligten Volksschulen werden entsprechend entlastet. Bei Her Auswahl wurdeein sehr strenger Maßstab angelegt. Von 98Bewerbern; wurden 30 wegen nicht genügender Vorbildung oder Begabung abgelehnt. Hierdurch ist es möglich, ein relativ hohes Niveau- in den "einzelnen Klassen zu "gewährleisten, uftd es ist"nicht daran, gu zweifeln, daß die Leistungen 3eüen derstädtischen Parallelklassen 1 entsprechen. Durch Übertragung der Oberaufsicht an eine- städtische O ber schule, wird, der Anschluß gesichert.

Aber auch die wirtschaftlichen Bedenken sind behoben. Anfangs hieß es, daß solche Oberschule entweder, ein sihr hohes S Aulgeld erfordere oder auf erhebliche. Staatszüschüsse angewiesen sei oder schließlich zu einer urftrajbaren Belastung der. Landgemeinden führen m üsse. Keine dieser Vor, hersagen- ist eingetreten. Die Investierungen haben einige tausend Mark erfordert. Sie werden aus dem Schulgeld verzinst und : zurückgezahlt, socSaß h ier keine echte Belastung der Gemeinden vorliegt Trotzdem beträgt das Scfeulgejd nur 12 RM monatlieh je Kind weite and dritte Kindersind sdralgeldfrei;- >- > " Natürlich ist alles auf das Einfachste eingerichtet. Es gibt kein Konferenzzimmer und- es gibt keinen Pedell ja nicht einmal ine Schulglocke läutet. Aber Schulbänke, Wandtafel und die nötigen Lehrund ttnimittel sirid vorhanden. Mit einigem hilft die Volksschule aus. Das Haup tverdienst aber haben die Lehrkräfte, die den Unterricht, zusätzlich. zu ihrer sonstigen Aufgabe gegen geringes Entgelt a u f sich genommen haben. Das Beispiel z eigt, wieauch ohne große- Mittel mit der notwendigen inneren Hingabe an die Auf- gäbe, mit Willen und- Verstand etwas aufgebaut werden kann. Aber zeigt das Beispiel nichtvielleicht noch mehr? Zwischen der höheren Schule und der Volksschule besteht oft eine Art Klassen:haß. Diese Gefahr ist bei derbesdiriebcnen Art. einer aufgestockten Oberschule gebannt. Einmal ist ;die Auslese 1 nach dem" Prinzip- der Leistung besonders sichtba ii: und für "jeden Dorfbewohner kontrollierbar Von Kindern aus der gleichen Familie geht das eine Kind in die Ober, das andere in die Volksschule "Der Geldbeutel de$ . Vaters, vermag hieran nidjts zu ändern. Auch. " bleibt außerhalb der Schule, die, Gemeinschaft der Kinder voll bestehen und innerhalb der Schule" insoweit, als ; die Lehret- die- "gleichen sind, ckr, "Unterricht zum Teil geiiieSösaiii ist, die gemeinschaftlich verbracht;, Schulspeisungen gmeinschaf fläch : eingenommen, Sditilfeste zusammea gefeiert und vor allem die gleichen Ferienlage besucht werden ; Aber noch in einet anderenRichcucg zeigt eich :hier etwas Neues. Es wurde eingatjgs schon da r auf hingewiesen, daß sie!) in der. Vergangenheit die Bildung "mehr wncl mehr vom. Laset fortent.

wickelt hat. Auch wo höhere Schulen in lieber Umgebung geschaffen wurden; wie z. B; die Landschalheime nd manch z "Volkshochschule führten diese ein Sonderdasein. Hier- alter wächst die höhere Bildung mitten ins- Dorf und unte jenen natür!i Äe% Verhäittiis sen; wie sie nun eiö mal auf dein Land bestehen. In. Panto nein wird zur Schule- gerannt, da Platt ist die Umgang®spräche der Kinder- "und "die "Arbeit" in Hof ünA "Feld die Erholung; Könnte daraus nicht vic Heicnt flodr etwas anderes werden als eine Notlösung an deren Stelle man, "sobald "es feht, wieder Alte setzt? Man sollte an diesem kleinen Yer, such, der irgendwo- in einen kleinen Dorf durTci die Not- veranlaßt ist, nicht : einfadi yorübergefieiisondern prüfen, ob, njkht- auch- hier, wie, schotf lsn oft, die äußere Not- Wege gewiesen hat die- zp; gleich- innerer. Erneuerung dienen. Wif "wollen das. . Problem ; nür streifen. Jede höhere Bildung wtitt Gefahr, blutleer zu werden uni mechanischea Denken zu verfallpn. Die Oberschule! im- Dcsgf könnte geeignet "sein, auch den Menschen ; vor, dem Verlust der- Einf alt wahren, : : 1 Pausen 11 dji1