Lustmarschall Sir Sholto Douglas und General Clav veröffentlichten in Berlin einen neuen Industrieplan für die britische und amerikanische Besatzungszone. Der Plan gestattet für zahlreiche Industriezweige bedeutend höhere Produktionsquoten, alsim März 1946 vorgesehen waren. Der Umfang der industriellen Reparationen wird reduziert.

Als einen neuen Schritt zur Umgestaltung Westdeutschlands in ein "Protektorat der Vereinigten Staates"bezeichnet der Kommentator des Senders Moskau den angloamerikanischen Beschluß, die Industrieproduktion in den Westzonen zu erhohen. Auch dersowjetische Oberbefehlshabern Marschall Sokolowski, erklärte auf einer Sitzungdes Kontrollrates in Berlin, die westlichen Alliierten wollten Deutschland. zerstückeln und die Potsdamer Abmachungen brechen. Die Besatzungsmächte der beiden westlichen Zonenschreibt die gemäßigte französische linksstehende "Liberation", "haben kaum den Versuch gemacht, die Pille zu versüßen, die ihre Alliierten nicht ohne Bitterkeit schlucken werden. Es ist Ironie, wenn man den Staaten, die Reparationen erhalten sollen; ihr Recht darauf offiziell zugesteht und gleichzeitig den Prozentsatz der Güter, aus denen sich die Reparationen zusammensetzen, um die Hälfte kürzt."

Ab 1. September’wurden die Kohlenexportpreise um 50 Prozent erhöht, gaben die britische und die amerikanische Militärregierung bekannt. In einer Erklärung der beiden Militärregierungen, wird darauf hingewiesen, daß man damit bestrebe, die deutschen Exportpreise den Weltmarktpreisen anzupassen.

General König ersuchte auf einer Sitzung des Alliierten Kontrollrats in Berlin die Vertreter Englands und Amerikas, ihren Beschluß zur Erhöhung der Kohlenexportpreise noch einmal zu überprüfen.

Diebritische Regierung gab ein Sparprogramm bekannt, auf Grund dessen jährliche Einfuhren im Werte von 228 Millionen Pfund Sterling durch die Einführung neuer Beschränkungen mit dem Gebiete der – Ernährung, des Reiseverkehrs nach dem Ausland und der Benzinversorgung eingespart werden sollen.

Die Empireländer haben nach Reuter, auf der Konferenz in Canberra beschlossen, die amerikanische Politik in der Frage des japanischen Friedensvertrages zu unterstützen. Entscheidend für Beschluß sei die Erkenntnis Meinungsverschiedenheitenzwischen den Vereinigten Staaten und dem Empire in der Japan-Frage nur dazu, führen würden, die sowjetische Stellung auf der Friedenskonferenz zu starken.

Ägypten stehe vor einer Neuorientierung seiner Außenpolitik, erklärte der Generalsekretär des ägyptischen Außenministeriums, Kamel – Abd el Rehim. Diese Neuorientierung werde ausgelöst durch die Haltung, welche die Sowjetunion und Polen während der Erörterung des angloägyptischen Streitfallesvor dem Sicherheitsrat eingenommen hatten.