Mit 12 zu 7 Stimmenhat das Parlament der Färöer Inseln das- Statut angenommen, mit dem das Schicksal dieser Inseln im Sinne ihrer weiteren Zugehörigkeit zu Dänemark entschieden, wird. Damit hat die kuize "Los von Dänemrk" Epoche des Jahres 194 6 ihr Ende gefunden S Aon die Mehrheit, die sich damals bei einer Volksabstimmung für eine Trennung von Dänemark ausgesprochen hatte, war nicht sehr" eindrucksvoll. Sie hat sich bei den im November vorigen Jahres durchgeführten Neuwahlen zum Parlament nicht halten können. Diese Neuwahlen brachtenstarke Mehrheit zugunsten Dänemarks. Ak Ergebnis wurden im März d ! die Verhandlungen ; mit Kopenhagen wiederaufgenommen. Dänemark fand sich bereit, gewisse Zugestandnisse auf dem Gebiet; , einer weitreichenden Selbstverwaltung in ein neues Statut aufzunehmen, das die künftige staatsrechtliche Stellung der Färöer regein soll. Dieses Statut hat nunmehr über die Loslösimgsbestrebungen triumphiert.

Seit über 500 Jahrer, nämlich seit 13 80, sind die Färöer in dänischem Besitz. Kein Zweifel, daß" die Inseln einen großen Teil ihres heutigen Wohl Standes und ihrer zivilisatorisdien Stufe der dänischen Oberherrschaft verdanken. Es entbehrt? am Hitnmel dar poUtischenF rscheinungen unserer Zelt nicht des Reizes, zu sehen, daß hier die Elemente eines so irjehrhundertjährigen Zusammenleben sogar die Zeitströmungen der Selbständigkeits bestrebungen, wie sie heute den Ksrn der kolpnialen Emanzipation in aller Welt bilden, zu ceutralisieren vermochten. Den Dänen wird dieses Ergebnis neben den materiellen und vor allemwirtschaftlichen Annehmlichkeiten für die Färöer, Sie, wie so häufig bei derartigen Entscheidungen, auch hier rnitgesproch en haben mögen, vor- allem das Anerkenntnis einer Oberherrschaft bedeuten, die es verstanden hat, sich den Beherrschten nicht als Hindernis, sondern ak Vorzug darzustellen. 1 eine