Wer möchte bezweifeln, daß es in Deutschland nicht genügend Feuerzeuge gäbe? Zugegeben, sie sind in der Form roh und – teuer. Nun läßt aber – der Bedarf ist wohl gedeckt – die rege Nachfrage nach. Hier setzte früher, in marktwirtschaftlichen Friedenszeiten, der Kampf um den Kunden ein. Die Unternehmen versuchten, ihn durch neue Modelle, Verbesserungen oder Geschmacksänderungen zu beeinflussen. Heute aber wagt der Kaufmann kaum, für Verbesserungen Geld und Gedankengut zu investieren. Ihm fehlt der Rechtsschutz, auch wenn es "nur" Feuerzeuge sind. Er wirft sich lieber auf einen neuen Markt, in dem noch Mangel besteht, Und davon gibt es in Deutschland noch genügend! So kommt selten ein solider und ausgefeilter Artikel für den Inlandskonsum heraus und auch für den Export nur dann, wenn es eine Ware ist, die, seit Jahren bekannt, spezifisch deutsche Bearbeitung braucht.

Anders in den USA: da kam jüngst die Meldung, daß ein Unternehmen Feuerzeuge mit seitlicher Flamme fürPfeifenraucher herausbringe. Es war natürlich patentiert und der Absatz soll in die Millionen gehen. In den Vereinigten Staaten ist es weniger leicht als bei uns, auf einen anderen Artikel auszuweichen. Man muß folglich seine einschlägigen. Artikel "op to date" halten, durch Verbesserungen oder geschmackliche Änderungen(mit Rechtsschutz!) Der Vorteil liegt bei dem Verbraucher, der eine gute, preiswerte und modische Ware erhält. Wann wird es bei uns wieder so weit sein? W-n.