Präsident Truman beriet im Weißen Haus mit führenden Kongreßmitgliedern die Frage einer Soforthilfe für Europa. Wiein Washington verlautet, wurde auf der Sitzung entschieden, daß amerikanische. Gelder für eine europäische "Zwischenhilfe" nicht ohne Entscheidung des Kongresseszur Verfügung, gestellt werden können.

In den amerikanischen Pressestimmen zum Schlußbericht der Pariser Konferenz kam im allgemeinen wohlwollendes Verständnis für die europäischen Nöte zum Ausdruck. Es zeigte sich aber gleichzeitig eine Abneigung, Dollar auszugeben, bevor die Methoden der europäischen Selbsthilfe klar ausgearbeitet wären. Die Zeitungen verlangten eine umfassende Unterrichtung der amerikanischen Öffentlichkeit und des Kongresses über Ziele, Kosten und Fortschritte des europäischenWiederaufbauprogramms. Diebritischen Wochenzeitschriften brachten zu der im Marshall-Plan vorgesehenen Europahilfe einen gemäßigten Optimismus zum Ausdruck. Die linksgerichtete "New Statesman and Nation" sah das Kernproblem in der Frage, ob die USA damit einverstanden sein werden, daß "gute amerikanische Dollar von Westeuropa für wirtschaftliche Planungsmaßnahmen verwendet Werden." Eine zweite Frage sei, ob sich die für Europa vorgesehenen Produktionsziele überhaupt erreichen ließen.

Zur Überbrückung der Gegensätze zwischen Ost und West appellierte in der Vollversammlung der UNO der Generalsekretär Trygve Lie an die Großmächte, Kompromißbereitschaft zu zeigen.

Auf einer Pressekonferenz griff der stellvertretende sowjetische Außenminister Wyschinski erneut führende amerikanische Politiker als Kriegstreiber an. Als 50 Reporter die Pressekonferenz verlassen wollten, bevor Wyschinski seine Erklärung beendet hatte, versuchten sowjetische Presseoffiziere die Ordnung wieder herzustellen.

Der Führer der herzustellen. Delegation in der amerikanisch-sowjetischen Korea-Kommission, General Schtikow, hat einen Vorschlag unterbreitet, Korea im Jahre 1948 gleichzeitig von amerikanischen und sowjetischen Streitkräften zu räumen.

Der Bau eines Luftschutzkellers unter dem Verlagsgebäude der "Chicago Tribune" zum Schutz der Angestellten im Falle eines Atombombenangriffes auf die Stadt, wird von der Zeitung geplant,

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