Ihre Ursprünge reichen sehr viel weiter zurückbis in den Krieg, der den Reichtum des Insel empfindlich schmälerte Mit der Hälfte der Aiwlartdsanlagen und r Handelsflotte gingen wichtig Quellen-des. Wohlstandes verloren und nun soll eine nicht genügend große und auch nidit genügend moderne Industrie die Hauptlast tragen Denn zumal Nordamerika immer" stärker nach vorne drängt Zu gleicher Zeit muß nun der Export gesteigert , die Industrie erweitert und modernisiert,"dii: in ländische, irnahrungsbash verbreitert und" die Handelsflotte wieder aufgebaut werden: Dazu kommt das große Wobnbau Programm, Aaßej dem wollte man " die Lebenshaltung verbessern und die Arbeitszeit verkürzen. Das Loch in der Rechnung sollte durch die. Anleihen aus den Vereinigten Staaten und aus Kanada : ges_topft werden. Danjit hoffte man," die Übergangszeit bis 1950 zu überbrücken. Aber der. Export entwickelte sich in der Praxis nicht so gut wie in den, Plänen Außerdem; stiegen die Preise der RofetoSimperte Anleihe hatte sich Großbritannien verpflichtet, vom l S. Juli: 1947 an neu entstandene Sterlingsgrithaben anderer Nationen in. Dollar umzutauschen Bis zum bitteren Ende wurde erfüllt. Englandzahlte .zahlte, zahlteDann War die Anleihe fast erschöpft; und der Umtausch, müßte eingestellt werden;: Der mißglückte Versuch hatte den Dollarhunger der Welt ebenso überzeugend demonstriert, wk " die Wirklichkeitsferne der amerikanischen Zielsetzung, Ma(r konnte nicht einfach zum freien fnternatio- nälen Handel zurüäckehren Pafür wäre schon der Verzicht: ämtlidier PäVtner auf. Devisenbewirt schaftung, Außenhanelslerikung Produktionä steiumng und Rationierung notwendig gewesen,die, lirsadie der englischen Schwierigkeiten in dr Diskrepanz zwischen den eigenen Kräften and den Anforderungen des laufenden Unterhalts und des Wiederaufbaues. Bei " der starken- Auslandsverfledv. tung der englisdtt n" Wirtsiaft stellt sich das Problem wesentlich als Frage des Außenhandels dar. Großbritannien, kann nicht entfernt,genug, ex portieren, um seine Einfuhren z<ibezahlen. Der dominierenden Stellung der USA in der Weltwh t schaft entsprechend, sind auch dieDoIlarsocgen für den USA ( und anderen Ländern harter Währung) Die relativ getingfügigen nopdameribnischen Zollsenkungen des. Genfer Abkommens, die am 1. Janua r 1948 in Kraft treten, werden daran nicht allzuviel ändern. Deswegen ist für England, das seiner Handelspolitik jetzt" wieder ,bilaterale, Verträge- zugrunde legt, das in iieh Gründzügen fertiggestellte Abkommen mit Ruß ," lan so wichtig, das sofortige große Lieferungen an Futtergetreidefür England vorsieht, die nicht in Dollar bezahlt,sondern: durch englische Fertig; warenliefer ungen abgedeckt werden-sollen. Audi. der Entschluß, die Tabakkäufe aasNordamerikaetnzustetlea,demonstriert, die Flucht vor dem Dollar beim Import. Aber di< Einfuhren werden nicht hur, umgelegt sondern nach Möglidtkeit ver-ringert. Vor allem die Obst, urid Gemüseraporte wurden davon betroffen. Benzin wurde scharf sonenwagen stillgelegt ein seht schmerzlicher Eingriff für viele Engländer. Von " den Einächrätvenglische. Bevölkerung der fortfäll" der privaten Auslandsreisen am wichtigsten; für Deutschland di: Einstellung, aller brifisehen, Dolkrleistuhgen für die Auf der anderen " Seite gilt die stark geförderte. Ausfuhr in erster Linie der Jagd nadi dem Dollar, Der heimische Sedärf, besonders an Textilien unl Kraftwagen, wird ; fühlbar ;, zugunsten des Exports beschränkt, und die Produktion, vor allem von Expprtgnßrn,forciert. Wegen desf Döllarmangelä als der amerikanischeAußenminister von der Möglichkeit einer. Hilfe für den europäischen WiederVorschlag den- Marshall Plan ; geschaffen " wie ähnlich die P röbleihe in ganz Europa sind. Die Lage in England unterscheidet sich aur " graduel l und " nur in einzelnen Besonderheiten von der Frankreichs oder Deutsdilands, Besonders die struktarell- Ähnlichkeit mit Deutschland ist "groß:,m beiden Tändern der große Einfuhrbedarf arc Lebensmitteln und Rohstoffen, die Notwendigkeit, beide Ländern reiche Kohlenvorkommen xmd ungenügende Förderung,"duziert, als abgesetzt werden kann. Arbeitslosig , keit sind ihr Hauptmerkmal. Storungen aus detti vermögen des liberalen; Systems, den Reichtum plizierten Situation miiß jedodi die Armut überwunden werden; es herrscht Vollbeschäftigung," und nicht der Absatz,sondern, die Pi od ttfition ist das Hauptproblem. Ihr gelten deswegen auch die gierung; Dabei steht die Suche ach den Arbeiteklemert, eine großangelegte Aktion wirbt für die Iwh dÄu überredetwerden, der HeranzÄhitng on Mannet müssen sich registrteren lasseh und köni>n vom Arbeifearat in, eine bestiminte, Tätigkeit einnur sparspnen Gebrauch von diesen MogliAkeitea, Größere ROTltate:erhoff;" man voneiner Uinlea. loingder ProduÜctibnuiid eincr eriteprechenden Um seteiuigldef Arbeitskfäfte. Pr WirtsAaffcninistet : kann gewisse Gewerbe einschränken, und diedamit freiwerdenden Kräfte dürfen eine nette Beächäfti ; großen VolWchteH sißd je1y % dödi bisher JUIT zögeind ajng wandt worden. Die Kürzung des Investitionsprogramms: entsprach z B. keineswegs den Erwartungen und, die großen Wohnbaupläne bltebe n einstweilen unangetastet Neben des Erhdhung der Besdiäftigtenz ahl und der Umienkuhg der Arbeitskraft spielenArbeitszeit und leistung" eine viel diskutierte" Rolle, Es war eiti schwerer EntschluS für die tabowrTegierung die Arbeitszeit im Kohlenßergba wiederum eine halbe Stunde- täglich zuverlängern, nachdemman df?" Bnftthrüng der Fünf TageW" oche zu Beginn des Jahres als withtigen sozialenFortschritt befrüßt hatte. Die Hoffnung auf unveränderte FördertMig trotz, verkürzter Zeit hatte sich dabei nicht erfüllt. Wach der Wiederverlän gerung, die in manchen Gruben erst nach wodienlangen Streiks eingeführt werden konnte, ist die Förderung in- den letzten Wochen nun : erheblich gestiegen — Auch in; anderen Industrie wird über verlängerte Arbeitszeiten und" dieSteigerung det individuellen leistung gesprochen. Da Prinzip des Leistungslohnes beginnt sich ttnmet stärker- durdizusetie n,; Die Einsparung und Konzentration der Kräfte wird also fast ausschließlichst Maßnahmen der direkten staatlidien Lenkung angestrebt,— auch hier eine Parallele, zu den meisten europäischen Läridera, Auf die Mittel der indirekten Wirtschaftspolitik, vor allem auf eine wirksame Geldpolitik, wurde dagegen bislang weitgeherid ;verzichtet. Im Gegenteil werden die Preise der wichtigsten Lebensrnittel aus sozialen und innenpolitischen Gründen weiterhin durch große, Staatszuschüsse künstlich niedrig gehalfen und dadurch entsprechende Kaufkraft; inengen freigesetzt, Durch die Ktwi itpolitik des zurückgetretenen Schatzkanzlet""Daten, def £ üt einbil[ ige und reichliche Kreditgewährung eintrat, wurde die Gldfülle: noch ;verstärkt. Dieser Kaufkraftüberschuß au f dem Biitnenrriarkt übt Jedach eine höchst unerwünscJite Saugwirkung auf dt Produktion,u, die damit vom Export abgelenkt wird ;";;,," Von der Geldseite Wurde, also bishr kein wirksamerZwang zur Sparsamkeit, Leistung Und zur Konzentration der Kräfte ausgeübt. Die Bedenken " der sozialistischen Regierung haben die Airfhebang der Lebensmi ttelsubventionenr bisher, ebenso verhindert, wie andere Maßnahmen ein realistischen Deflationspölitik, dje automatkch Arbeitskräfte aus minder wichtigen Produktionen freigesetzt und In die Exportrndustrien unjgelenkt hätte, hficht nur iie Haltung der Gewerkschäften, anch die der Regierung, wird bemerkenswert starkvon der Angst rar einer Arbeitslosigkeit bestimmt,obwohl" eine größere Wirtschaftslähmung gegenwärtig ausge > ichloss eh erscheint. Außerdem wird dem Kabinett ran der Opposition, aberauch von maßgebenden achlichen Kritikern, immer wieder. Mangel an ypraussicht und F ntschlosserrheit yorgeworfen Än derersets ist es zweifellos " dergroßenRücksicht auf die Gewerkschaften zuzuschreiben, daß größere Streiks fasrdurchweg vermieden wurden . Nachdem Sir Stafford Cripps nun auch das Schatz- jmt übernommen hat, und damit über alle histruTierite für eine wirksame Wirtschaftspotitik veriigt, ist inden nächsten Monaten ein aktiveres Yörgefien zu erwarten. Eine, maßvolle Deflation ist wahrscheinlich, jedoch scheint man sidr zur Über vindimg " der 5chw terigkeiten nicht ini erster Linie; 3er Geld- und Kreditptik bedienen zu Vollen, in Abbau der. WirtschaTtslenkung wjrd also vor ussichtlich nichtstattrlrvden Ebenso " hält die Re- perutvg offensichtlich an- dem umstrittenen Nat iolalisierangsprpgramm fest. Dabei wird sie vor allem m Fall der Stahlindustrie auf- den erbitterten Widerstand der Opposition,treffen, die auf die; Rekordhöhe de r gegenwärtigen Erzeugung, und auf ! ievöllige Bedeütunsfslosiffkeit,w? Tin nicht Schädlichkeit derartiger. Eingriffe für die Lösung- der eigentlichen Probleme verweisen kann. Di e Nta iönalisierung der Stahlindustrie wurde dahjr auch ; ür ein Jahr zurückgestellt, damit zunächst die kuten Schwierigkeiten bewältigt werden könne. Alles in allem erscheint- es nicht unmöglich, ihres Herr zu werden, doch taucht am Horizont bereits eine groß neue, Gefahr auf: das Absatzprobkm ! ür den. Export, Die Nachfrage nach Fertigprodukten juf den Weltmärkten beginnt nachzulassen; und in. steigendem Maß wird die Konkurrenz dr sich erlolenden Exportindustrien Europas: und fapans" iühlbar werden. Vor- allem würde der Export 4er amerikanischen Industrie fee iein< em Rückgang Jer Konjunktur jede Konkurrenz in kürzester Zeit us dem Felde,schlagen. Diese Gefahr ist ntdit kut, scheint auf längere Sicht aber fast unaüsveichlrdi. Eine wirtschaftliche. Annäherunga a Europa unter gleJdizeitiger: Beibehaltung der engen Beziehungen zum Empire wäre vielleicht ein Ausweg. Hänno Frentzel Wagnet :r ie belgische. Währung hat seit, der Aufhebung kere Wertschätzung,erfahren, die auch" in einem, Kursansfieg am schwarzen Devisenmarkt Ausdruck fand. Die " belgische Devise ist nämlich zum " Europa Dollar" geworden der es den,euro,päischen- Verbrauchern gestattet, sidi gewisse begehrte Verbrauchswaren, wie besondere Lebensmitijel. Textilien und Schuhe zu beschaffen, die in diesem Warenhaus Westeuropas, da alle, wa die Schaufenster von. Paris; London und " Äifwterd amnur zur Schau steilen, irr beliebiger kng;zum. Verkauf anbietet, auch wirklich gekauft " werderj können ," Die. Gesamtproduktion, die bereits im April infolge der starken Zunahme derTextilienerzeugung ( auf J4ÖbJs- 150 v. H des Jahres 5939) aai Vorkriegs höhe lag, ist über diesen Stand- hinausgehoben worden. Alles in allem scheint: die belgische EH tWicklung im- Zeichen einer stetigen Aufwärtsbeweguug und Verbesserung auf allen Gebktea des Wirtschaftslebens zu stehen. Dieser Sdieift trügt aber,""," Audi Belgien spürt die Dollarkriappheit" lind ma tedmet bereits mit verringerten EiwftthrmögSidikeiten aus den Dollarländern. Man verstehtdiese Besorgnis se wenn man sich die Tatsadies vor Augen hält, daß die LISA, die vor dem i Kriege8 v. H der ; belgischen Einfuhr hestrltten, heut 23 v. II der Importgüter stellen, während di Ausfuhr Belgiens dorthin von 22 v. H des Gesäratetfports auf4 v. H; zuamjenschrünifte Infolgedieser Entwicklung schioß dk Bilanz des Warenverkehrs mit den USA in denersten zeha Monaten dieses Jahres mit dem äußerst " hohen EinfuhrübeKschuß voh 12 Mrd bfrs ab, denn ein cr "" Einfuhr von. 14 Mrd bfrs, stand ; nur ein Export von 2 Mfd. Wä.

:gfegenübef ;- Dieses Mißverhältnis im gegenseitigen Warenaustausch erhält jedoch durch die ungünstigeZusammensetzung, der Ausfuhr noch eiii verstärkte Gewidit. Die belgischen LierVrisnge n an ameril; anisdie Importeure bestehen nämlich fast durchweg aus Roitstoßren, darunter in erster Linieaus Uranerzen sowie Zinn und. Kupfer, die vom Kongo bezogen werden, wogegen die Einfuhr aus den USA fast, nur Fertigwaren enthält Damit tritt die Struktur, des Ärfletika:han< dek in schroffen : Gegensatz zur Atl gemeinentwicklung des, belgischen Außenhandels, die geradi im Zeichen!, einer stetigen Verlagerung dr Einfuhr von v arbeiteten Erzeugnissen auf Rohstoffe und einer wachsenden BedeuJujjg der FertLgwareneKgprte steht. Die LISA sehen in Bebien ak Lieferant im we5entl jchen den Herrn ; dei Kongo Kofonfe während die Erzeugnisse des Mutterlandes, nur wenig gefragt werden Dse amerjkahische Eiakaufskommission;" die vor mehr als- Monatsfrfs Belgien besudite, hat auch kaum irgendwelche: Abschlüsse,getätigt, weil di ;e belgischen Waren ztf , teuer ya" ren wad nicht dem arnerikanisdie Gesdjjnack entsprachen. Bereit vor der Abschaffung de ß egieritngssxibventi0rven zur" Ver- bilTigun ; wichiti ger NäAnjngsmitBel und" Rohstoffe lagen die bdfii& eH PreisforJleruKgeH im Überseegeschäft im allgemeinen um I Jbis 30 v. H über ;denen: der Kpnkafrenten, ja jüJxiaBcJier gid ukte, wpe z. Bl chemisd ErSeugnkse unJ Papkr betrug <.diese: Differenz, sqg ar IOC v. H, faw s 75 v H.

Wenn schon jetzt ini Zeichen, der überwiegend? Nachfrage der Weltmarkt dier belgischen Expoft industeie Absa tzsdiwierkeiten zu bereiten, beginnt, wie wird "sich die "Exportlag erst entwickeln, wenn nicht mehr die, günstigen Liefe- rungsbedingungi n und die Qualität etitscheid<?ni sondern der z zahlende Preis ii e atissehlaggebende Bedeutung erhält? Diese Frage bereitet der Regierung ebenso groß? Sorgen wie 4 er Gesdiäftswelt Die Antwort, die ie darauf geben, he;5t Modernisierung des veraltetet! Produktioris apparats afe einzige Alternative zur aufgegebenen Subventions politik. Hierzu "sind aber sehr hohe" Aufwendungen nötig, s dievder Zehniahresplatt allein für die. Indusirie auf 92 Mrd; bfrs veransdilagt bei Gesamtausgaben in. Hohe von 365. Mrd bff, "die den zunächst zurückgestellt Wohnungsbau und die- Kriegäsdiadenartsprüdie nicht enthalten, : , , Als besonders vordringlich gilt- dabei die Sorge für den Ersatz der völlig überalterten, mecHanischen Ausrüstungen der Bergwerke deren" tedin ische Rückständ igkeit "nicht nur die Kohlenförderung verteuert, sondern auch jede, weitere nennenswerte Steigerung der KohkngewiBnung, die I9 lT urn rund" 6 Mill t "unter dem Vorkriegastaiv! bleibtbehihder t :, Auch das von, den, Untrhehmern bereits ia Angriff genommene Modifi nisrerungsprograrmn der Schwerindustrie ist voti amerikanischen Lieferungen abhängig. Diesef private Plan sieht u a. die Stillegung von V> Hochöfen: mit je 150 t Tagesleistung und Ihre Ersetzung durch solche mit dieser Prcrduktionsmittel durch Bestellungen bei amerikanischen Lieferfirmen müßte aber für lange Jahre die Einfuhrkapazität Belgiens belasten, und das in einer. Zeit, in der: die- Exportdiancen sich eher verschlechtern als verbessern dürften, : die Lieferungennicht, auf Jahre hinaus gestundet werden konnten. Diese Möglichkeitenwill u, a. der Märshall Plan bieten; der ; somit auch, für : Belgien, das, verglichen mitseinen europäisdiea Nadtbarlände rn, noch immer eine exzeptior ele günstige SteSlüng einnimmt, yöa größter Bedeutung ist", " " " "" E v M. er ";1wena